Kuscheln

27.03.2012
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Der Traum vieler Ehefrauen. Ach wenn Sie wüssten, meine Damen: Der heimliche Traum auch Ihres Ehemannes. Der traut sich bloß nicht. Mit Kuscheln meine ich das Wohlgefühl, was beim Streicheln eintritt.

Der wahre Grund, weshalb man sich so gerne massieren lässt. Diese schwerelose glückhafte Zufriedenheit des Körpers. Nur: Wussten Sie, dass viele Menschen damit nichts anfangen können? Dass die weder streicheln können noch vertragen, gestreichelt zu werden? Woran das liegt?

Dahinter steckt ein Hormon. Heißt Oxytocin. Wird in der neurochemischen Forschung mit psychischen Zuständen wie Liebe, Vertrauen und Ruhe in Zusammenhang gebracht. Reguliert übrigens die Milchproduktion der stillenden Mutter. Wird beim Stillen ausgeschüttet und verschafft angenehme, lustvolle Gefühle. Wird deshalb in der Literatur "Kuschelhormon" genannt.

Wenn also Sie diese angenehmen, lustvollen Gefühle spüren wollen, brauchen Sie Oxytocin. Und woraus besteht das? Aus Aminosäuren. Ein sogenanntes Peptidhormon, ein Eiweißhormon. Und schon wieder beginnt das tägliche Drama:

Seit ich routinemäßig Aminosäuren bei Ihnen messen, weiß ich, dass viele von Ihnen viel zu wenig dieser notwendigen Aminosäuren haben. Und damit natürlich tiefe Level an Oxytocin. Und deswegen mit Streicheln so wenig anfangen können.

Interessant: Frisch Verliebte, welche einen hohen Spiegel von Oxytocin im Blut aufweisen, bleiben länger beieinander. Man weiß (Bar-Ilan University, Israel), dass die Untersuchten ihre Hormonwerte wechselseitig in die Höhe trieben - und zwar durch "ein hohes Maß an Gegenseitigkeit und Berührungen".

Bringt uns zum Thema: Lieben wird leicht. Wenn Sie genügend Aminosäuren gegessen haben. Das Gegenteil ist auch wahr.

 

 

 

 

 

 
 
 

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