Laufen ist das Nadelöhr

03.08.2014
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Weshalb glauben Sie mir nicht? Doch, doch: Sie glauben nicht. Denn würden Sie von diesem Satz genauso felsenfest überzeugt sein wie ich persönlich, weil ich das erlebt habe, dann würden Sie es auch tun.

Laufen. Beispielsweise täglich 23,2 km (abgemessen) durch den Wald, um nach wenigen Wochen festzustellen, dass ihr selbstverständlich genetisches Cholesterin von 362 mg% (tödlich) abgesunken ist auf nur noch 109 mg%. 

Problem gelöst.

Laufen löst Probleme. Darf ich soeben einem wunderschönen Brief entnehmen von einem jungen Mann, der dies schriftlich seiner Krankenkasse mitteilen... möchte. Nicht wissend, dass solche Briefe selbstverständlich im Papierkorb landen. Nun ja. Aber lesen Sie doch mit:

„Zwischen dem 30ten und 40ten Lebensjahr litt ich auf Grund von Überforderung an Burnout...Symptomen, die damals noch nicht als solche erkannt wurden (Angstzustände, Panikattacken, Erschöpfungszustände). 

Regelmäßige Einnahme von Medikamenten (Antidepressiva, Tranquilizer), Psychotherapien und Kuren halfen nicht. Was folgte waren Verzweiflung und weiter diese Ängste gepaart mit Panikattacken (man stirbt jedes Mal dabei). Endlich nach 10 Jahren hatte ich zwei Schlüsselerlebnisses, die mein Leben von Grund auf veränderten. 

Ich kaufte mir Laufschuhe und lief jeden Morgen, immer ein wenig länger. 

Ich ernährte mich bewusster und fühlte mich schrittweise besser.

Nach einem Jahr verschwanden die Panikattacken, die Fitness gab meinem Körper Vertrauen und Selbstheilungsfähigkeiten. Meine Seele vertraute wieder meinem Körper. 

Vor einem Jahr hatte ich das Gefühl, dass ich meinem Körper und damit auch mein Wohlbefinden fit für das Alter machen müsste. Nach einem fortlaufenden Prozess zur ketogenen Ernährung, der Substitution von L-Arginin, Magnesiumcitrat, Vit D und gutem Eiweiß, stellte ich fest, dass nicht nur der Geist wacher wurde, sondern ich auch körperlich wesentlich leistungsfähiger wurde.

Genügt bereits. Solche Briefe kommen Ihnen bekannt vor. Die häufen sich. Das Prinzip ist jedes Mal das Gleiche: Wir bekommen Ohrfeigen vom lieben Gott und fangen dann, leider erst dann, klüger geworden, an zu reagieren. 

Halt stopp: Reaktion kann auch Depression sein. Völliger Stillstand. Verzweiflung. Sitzen bleiben. Glücklich der Mensch, der aktiv reagiert.

Der das Laufen lernt. Das tägliche Laufen. Ich meine wirklich und buchstäblich: täglich. Dieses eine Wort hat mich schon vor 25 Jahren unterschieden von wohl sämtlichen Ärzten Deutschlands. Schon damals.

In der mir eigenen Sprache hatte ich das damals so ausgedrückt: Sie brauchen natürlich nicht täglich zu laufen. Sie brauchen zu laufen nur an den Tagen, an denen Sie auch was essen.

Wenn Sie dieser Brief nicht überzeugt, was denn dann...?

 
 
 

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