Laufen macht glücklich

30.11.2007
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weiß man auch in Australien. Und weil dieses ferne Land ein bisschen größer ist als Deutschland, gibt es da auch ein bisschen längere Läufe. Nämlich 2000 Meilen von Melbourne nach Sydney.

2000 Meilen. Eine handvoll Glücklicher steht am Start. Für das Foto.

Störend ein älterer Herr, ein Schafsfarmer in entsprechender Uniform und mit schweren Springerstiefeln. Der wollte unbedingt mit aufs Foto. Er würde da mitlaufen. Er sei ja erst 61 Jahre.

Da wird er interessant für die Reporter. Sie umringen ihn. Strategie? Verpflegungsdepot? Begleitung? Seine Antwort, von klassischer Schönheit:

"Bin ich zum Laufen hier oder was?"

Springerstiefel. Der hatte keine Chance. Weit zurück am Abend des ersten Tages. Nur: Weit vorne am Morgen des nächsten Tages. Weil ja jeder Profi, also Teilnehmer wusste:

Für diese Extremleistung braucht man 5 Stunden Schlaf und eine Stunde Massage täglich. Das wusste der Schafsfarmer nicht. Der lief einfach weiter.

Das war's auch schon. Die einen lassen sich massieren, die anderen laufen. Wie im täglichen Leben. Hören Sie in jeder politischen Talk-show.

Der Schafsfarmer mit seinen Springerstiefeln übrigens hat gewonnen. Vorsprung war 1,5 Tage. Nach 2000 Meilen.

Wann fangen Sie an zu laufen? Wann fangen Sie an zu leben? Ich meine: Wirklich laufen ... wirklich leben ...

"Sind Sie zum Leben hier oder was?"

PS: Die Story hab ich von Dirk Schmidt. Ein begnadeter Motivationstrainer. Im RTL. Auch Buchautor. Titel: Paul, der Motivator.

 
 
 

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