Laufen Sie Ihrer Arthrose weg!

18.01.2017
 

Klapp oft genug. Klappt selbstverständlich nicht immer. Sind Sie vorsichtig bei solchen plakativen Ratschlägen. Nur: Einer muss ja mal anfangen. Einer muss ja mal auch die andere, die natürliche Seite vorstellen. Einer muss ja mal neue Ideen propagieren, Menschen begeistern. Begeistern mit dem Vorschlag der „Selbstheilung“. Drum:

Laufen Sie Ihre Arthrose weg!

Sie könnten es ja wenigstens versuchen. Mehr als schief gehen kann es ja nicht. Aber: Mit dieser Aufforderung habe ich Wissenschaft genauso wie Praxis auf meiner Seite. Erinnern Sie sich an den 25.11.2008? Damals konnten Sie lesen:

Laufen gegen Arthroseist der Titel eines Manuskriptes, verfasst von Herrn Professor Walther, Orthopäde in München. In dem er wissenschaftlich belegt, dass tägliche Bewegung unerlässlich ist für den Gelenkknorpel, ihn ernährt und aufbaut. Und dass Arthrose bekommt, wer sich nicht bewegt.

Besonders dann, wenn er übergewichtig ist. 

Und auch wenn die Arthrose schon mal da ist, gilt „bewegen kommt vor operieren“, so die Neue Züricher Zeitung am Sonntag. Bezieht sich auf eine Studie, in welcher am Knie operierte Patienten verglichen wurden mit anders behandelten (Bewegung und Muskelaufbau). Resultat: Ein Vorteil für die Operierten war nicht erkennbar.

Versuchen Sie, das einem deutschen Orthopäden zu erklären. 

Da greif ich doch lieber ins volle Menschenleben. Und erzähl Ihnen mal die Geschichte eines Schweizer Offiziers. Der 1984 arthroskopiert wurde. Diagnose: „altersunübliche Vorschädigungen an den Knorpelstrukturen“, also Arthrose. Der Offizier war „leicht übergewichtig“, Kettenraucher und bekennender Nichtläufer.

19 Jahre später, 2003, Kernspin des gleichen Knies. Die Diagnose: „Vollständig unauffällige Knorpelstrukturen in allen Kniekompartimenten“. Was war geschehen?

Ja, mei: Der fing halt 1986 das Laufen an und schaffte bis zur Kernspinuntersuchung 2003 immerhin 90.000 Kilometer. Gesamt. Dann war er gesund.

Versuchen Sie, das einmal einem deutschen Orthopäden zu erklären.

Dazu passt eine mail vom 11.02.2009:

„Ich kann Ihre Aussagen nur bestätigen: mit Ende 40 war ich „im Keller“: permanente Knieschmerzen, täglich, ohne Unterbrechung. Keine 5 Kniebeugen möglich. Dann die langsame Umkehr: 5 Min. joggen, 10 Min. ... bis zu 2 Stunden ohne Unterbrechung…

nur Bewegung heilt, nicht passives Abwarten oder die Hoffnung auf eine schmerzstillende Spritze des Arztes“.

 

Praxis schlägt Theorie.

 
 

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