Laufen und Denken

16.04.2012
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wird im Wettkampf immer schwieriger. Wissen manche von Ihnen. Wenn man an der Obergrenze seiner Möglichkeiten rennt, Rad fährt, schwimmt, schaltet das Gehirn ab. Einfachste Rechenaufgaben werden unmöglich. Auch nur die Uhr abzulesen erfordert Anstrengung.

Weil ich diese Unfähigkeit, logisch oder normal zu denken unter höchster körperlicher Anstrengung selbst erlebt habe, hab ich sie immer bewundert und beneidet. Die Biathleten. Wie machen die das? Wie können die mit Puls 180 und höher sich dem Schießstand nähern und dann fünf Schüsse ins Schwarze abgeben? Voll konzentriert?

Nun ja: Da gibt es offenbar Unterschiede. Einige wenige können es, viele andere können es eben gerade nicht. Die schießen daneben. Der Unterschied ist - wird Sie als Leser dieser News nicht mehr wundern - sogar biochemisch erklärbar. Durch bestimmte Moleküle im Gehirn.

Darauf gekommen sind wir durch KetoCal. Eine Kunstnahrung mit nur 3,3 Prozent Kohlenhydraten, also praktisch kohlenhydratfrei zur Behandlung der Epilepsie. Wer auf Kohlenhydrate praktisch völlig verzichtet, wie wir das tun, füttert sein Gehirn nicht mehr wie der Normalbürger mit Glukose, mit Zucker, sondern mit Ketonkörpern, die aus Fett entstehen.

Aus evolutionärer Sicht war dies ein normaler, aber lebenswichtiger Zustand bei unseren Jäger- und Sammler-Vorfahren. Das ist heute, im Zeichen der Brot- und Kartoffelkultur, vergessen. Denn da die gebildeten Ketonkörper eine stabilisierende und Angst lösende Wirkung auf das Gehirn haben (siehe Behandlung Epilepsie), trug dies wesentlich dazu bei, dass der Erfolg des Jägers und Sammlers auch in entscheidenden, lebensbedrohlichen Situationen nicht durch Unsicherheit und Angst gefährdet wurde.

"Nicht nur in Sportarten wie dem Biathlon, bei dem man beim Schuss hochkonzentriert eine Kombination aus geringer Muskeltätigkeit mit hoher geistiger Anspannung ausführen muss, profitieren Sportler von der leistungssichernden Wirkung von Ketonkörpern. Auch die Fähigkeit, bei hohen Laktatwerten gute geistige Leistungen zu erbringen, hängt genau von dieser metabolischen Adaption des Sportlers ab." (Zitat)

Vielleicht lohnt es sich ja doch, den eigenen Fettstoffwechsel zu trainieren. Sprich: Leere Kohlenhydrate in den Mülleimer zu werfen, wo sie hingehören, und dann den Körper fröhlich zu bewegen. Zu trainieren.

Scheint auch dem Gehirn gut zu bekommen.

Zitat nach Dr. Coy. Wem sonst.

 

 

 

 
 
 

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