Laut lachen?

06.11.2014
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Möchten Sie mal? Oder sind Sie eher der Typ, der leise lächelt, fein vor sich hinschmunzelt? Könnten wir gleich austesten an folgender lustiger Story. Dabei geht es um 

Alzheimer.

Ich glaube nicht, - außer Sie sind familiär betroffen – dass Sie sich der Bedeutung dieses Begriffes bewusst sind. Allen G. Roses ist es. Präsident des Pharma-Giganten GlaxoSmith-Cline. Zitat:

„In 25 Jahren wird es zwei Arten von Menschen geben: Solche, die Alzheimer haben, und solche, die jemanden pflegen, der Alzheimer hat.“

Warum das so ist? Begründet der Münchner Psychiater und Neurologe Hans Förstel in „Die Zeit“ seriös und klassisch: 

„Wir müssen uns aber klar machen, dass jeder Mensch an Alzheimer erkrankt, vorausgesetzt, er wird alt genug, um das zu erleben. Die Wahrscheinlichkeit, bis zum Alter von 100 Jahren eine Demenz zu entwickeln, beträgt fast 100 %. Stellt sich also die Frage, ob es sich nicht um den natürlichen Alterungsprozess des Menschen handelt.“

Auweia. Verstehen Sie, weshalb ich von Resignationsmedizin spreche? Der ich ganz genau weiß, dass Alzheimer ein völlig überflüssiger Zustand ist? Der das sogar beweisen kann…! Denn Sie erinnern sich: Die medizinische Wissenschaft weiß. Weiß wirklich. Bloß halt möglicherweise manche Ärzte nicht.

Hinter dieser Ansicht mit den 100% steckt die Logik, dass unsere moderne Lebensweise samt all ihren Konsequenzen normal und damit unabänderlich ist. Sie alle wissen besser Bescheid. Sie sind ja Läufer geworden und haben… selbst erlebt, dass man buchstäblich jünger werden kann. Widerspricht Dr. Förstel diametral. 

Aber wir können ja sogar beweisen, dass er Unrecht hat. Dafür gibt’s die UTAH-Studie. Untersucht wurden 1221 ältere Paare 15 Jahre lang. 10 % der Teilnehmer erkrankten an einer Demenz. Jetzt kommt’s:

Die Partner, welche die Pflege übernommen hatten, hatten jetzt ein 6 fach höheres Risiko, ebenfalls an Demenz zu erkranken. Das war’s auch schon. 

Alzheimer sei ein Altersproblem? Sei ein natürlicher Altersprozess? Mit dieser Studie haarscharf widerlegt. Eindeutig. Die Pflege-Partner sind da nicht auf einen Schlag 600 Jahre alt geworden, oder? Müsste man Herrn Kollegen Förstel entgegen halten. 

Aber so ist sie halt, die Resignationsmedizin. Von vorne herein aufgeben. Die Menschen im Leid sitzen lassen. Sich umdrehen und gehen. Wie der mir unvergessliche Professor, der mein linkes Bein begutachtete, das wahrscheinlich amputiert werden müsste (nach Unfall) und nach ein paar Minuten mich tröstete: „Das ist dann halt ein schicksalshafter Verlauf.“

Na, ich danke schön. Und der Mann ist heut noch Arzt. Ich andererseits habe mein Bein noch. Renitent wie ich bin. 
 

Quelle: Dr. Michael Nehls „Die Alzheimerlüge“ bei Heyne. Ein unglaubliches Buch. Ein noch unglaublicherer Autor: Molekulargenetiker, der zwei Mal das Raam bewältigt hat. Gibt’s auch ein Buch drüber.

 
 
 

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