LDL-Cholesterin und die Wissenschaft

20.11.2019 | Strunz
 

Schulmedizin und die Wissenschaft: Ist ein heikles Thema. Wissen Sie inzwischen. Die Wissenschaft weiß nämlich so sehr viel mehr als Ihr niedergelassener Arzt, Krankenhaus, Ihre Uni-Klinik.

Weiß beispielsweise, dass die automatische Gabe von Statinen bei erhöhtem schlechten LDL-Cholesterin zumindest voreilig, wahrscheinlich falsch ist. Dazu darf ich die entscheidenden vier Sätze noch einmal zitieren.


  • Ein erhöhtes Cholesterin oder LDL-Cholesterin allein erhöht noch nicht wesentlich das Risiko für das Auftreten einer kardiovaskulären Erkrankung. Erst wenn gleichzeitig Lipoprotein (a) erhöht ist, wird Cholesterin zum Risikofaktor.

  • Ein erhöhtes Lipoprotein (a) bedingt ein wesentlich erhöhtes Risiko für die Entwicklung einer Arteriosklerose.

  • Liegt außer einem erhöhten Lipoprotein (a) noch erhöhtes Cholesterin oder vor allem ein hohes LDL-Cholesterin vor, steigt das Risiko nochmals stark an.

  • Fazit: Nicht hohes Gesamt-Cholesterin oder hohes LDL-Cholesterin, sondern Lipoprotein (a) ist der entscheidende Risikofaktor.

Und den haben etwa 20% von Ihnen. Der Rest bekommt sein Statin fälschlich. Bekommt es, weil Statine so verführerisch die Zahl, den Wert des LDL-Cholesterines senken. Nur eben nicht das Risiko.

Wäre nicht weiter schlimm, wenn es nicht die bekannten ziemlich schrecklichen Nebenwirkungen von Statinen gäbe. Googeln Sie ruhig einmal „Lipobay“, ein Statin. Das hat vielen Tausend Menschen das Leben gekostet.

Apropos Wissenschaft. Wie kommt man auf die obigen Sätze? In dem man liest. Arbeiten, bereits 1990/1992 erschienen. Ich hab´s Ihnen mal im Original abkopiert.


Tabelle-Herzerkrankung

Quelle: „Herzaktive Nährstoffe“. H. Dietl, M. Gesche. S 44

 
 

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