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Leider oft selbstgemacht

07.06.2020 | Strunz
 

Sei der Schlaganfall. Also der typische Mann im Rollstuhl, linke Seite gelähmt, sabbert aus dem Mundwinkel. Pflegefall.

Seit ich nach meinem Unfall selbst ein Pflegefall war, denke ich jedes Mal über Kraft bzw. Erschöpfung der Ehefrau nach. Die sich kümmert. Mit großer Selbstverständlichkeit. Dabei ist das ja alles gar nicht selbstverständlich…

Leider oft selbstgemacht? Was ist das für eine Tonart? Nun, ist die Überschrift eines Artikels zum Thema. Hat uns Corona so sensibilisiert? Trauen wir uns plötzlich, den Patienten (wenigstens ein bisschen) Verantwortung zuzuschieben? Das wurde doch bisher bewusst ausgeklammert, das Thema „Eigenverantwortung“ bei Schlaganfall, Herzinfarkt, Krebs, MS, … Wir Mediziner haben uns geeinigt auf „der arme Patient“. Und die Presse hat´s lieber … übernommen.

Scheint sich zu ändern. Die Nicht-Betroffenen, nämlich „nur“ Beitragszahler, die für die Kosten des Rollstuhls aufkommen, scheinen wach zu werden. Scheinen sich zu artikulieren. Deshalb folgt jetzt der kurze Artikel zum Schlaganfall in „Arzt & Wirtschaft“ 07/2019, Seite 50. Wenn Sie dann unten das Bild betrachten, wissen Sie weshalb ich diesen Artikel tatsächlich präsentieren möchte. So etwas „Schönes“ wie auf dem Foto… na, dann mal los.

Schlaganfall: Leider oft selbstgemacht


Seit 2010 ist die Rate ischämischer Schlaganfälle um mehr als 10 Prozent gestiegen. Das liegt zum einen daran, dass wir immer länger leben – da steigt natürlich auch das Risiko für schwere Erkrankungen. Zum anderen erhöhen Lebensstil-bedingte Risikofaktoren zunehmend die Gefahr für Herz-Kreislauf-Krankheiten.

Die Zahlen sind schockierend. Laut Deutscher Schlaganfall-Hilfe erleiden hierzulande jedes Jahr etwa 27.000 Menschen einen Schlaganfall, 83 Prozent davon lassen sich auf den Verschluss oder die Verengung eines hirnversorgenden Blutgefäßes zurückführen. Damit steht Deutschland nicht alleine da.

In allen Industrienationen gelten Herz-Kreislauf-Erkrankungen als Todesursache Nummer eins. Bewegungsmangel, Nikotin“genuss“ und Übergewicht führen zu den Wohlstandskrankheiten Bluthochdruck, Hypercholesterinämie sowie Diabetes mellitus und begünstigen letztlich einen Apoplex.

Wenn mehrere Risikofaktoren zusammenkommen, addiert sich die Gefahr für einen Schlaganfall nicht auf, sondern sie verzwanzigfacht sich. Weist ein Patient zehn Risikofaktoren auf, beträgt sein Schlaganfallrisiko bereits 90 Prozent.

Die gute Nachricht ist, dass sich die Gefahr für einen Apoplex durch Reduktion der Risikofaktoren sehr gut verringern lässt. Die wirksamsten Methoden sind Rauchstopp, Gewichtsreduktion, regelmäßige körperliche Aktivität und eine abwechslungsreiche Ernährung.

Selbstverständlich müssen Grunderkrankungen wie Hypertonie, Diabetes und Hypercholesterinämie konsequent behandelt werden – reichen die Verhaltensinterventionen nicht aus, mit entsprechenden Medikamenten.“


Typische Drohmedizin. Da wird festgestellt, plastik Schauriges verbildlicht… und dann folgen Allgemeinplätze. Unverbindliche. So was wie „körperliche Aktivität“ oder, besonders erheiternd „abwechslungsreiche Ernährung“.

Abwechslungsreich? Da darf die Nussschokolade nicht fehlen. Versteht sich. Schämen die sich gar nicht?

Nun ja. Schulmedizin heute. Fast jeder Orthopäde wird Ihnen bei Hüft- oder Kniebeschwerden raten: „Nehmen Sie ab“. Nur wie? Weiß der Herr Kollege wie das geht? Hat er es selbst mal praktiziert? Kann er es vormachen?

Freuen wir uns lieber. Sie und ich. Wir kennen Frohmedizin. Wir kennen die präzise Gebrauchsanleitung, um in die hier bildlich dargestellte Falle nicht zu tappen.



Der schnellste, effektivste Weg? Wenn Sie nicht genau Bescheid wissen? Lassen Sie sich an die Hand nehmen. Lassen Sie sich „in den Hintern treten“. Melden Sie sich schleunigst an für das nächste Wochenende. Zum forever young-Seminar mit fröhlicher Rundumbetreuung.


11. – 14. 06.20
in Bad Wildungen (bei Kassel)
Anmeldung unter

https://ifg-fortbildung.de/kurse/forever-young.html

 
 

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