Leider sind Sie kein Hund

21.09.2009
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Leider? Ja ... denn dann würden Sie ganz anders behandelt, wenn Sie krank wären. Weshalb? Weil Tierärzte uns Menschenärzten weit überlegen sind. Hintergrund ist wohl, dass das Tier selten spricht. Dass der Tierarzt es mit der Diagnose ein bisschen schwieriger hat und deswegen oft ... sehr viel gesunden Menschenverstand einsetzt.

Sie haben ja in den letzten Wochen viel über den Durchbruch in der Krebsbehandlung gelesen. Über Dr. Coy. Hat unser Verständnis von Krebs auf eine völlig neue Basis gesetzt: Krebs lebt vom Zucker.

All das, was man (auch ich) Ihnen dabei als neu erzählt, ist Tierärzten längst bekannt. Die sind hier viel weiter. Die behandeln viel moderner. So hängt in der Praxis des hiesigen Tierarztes ein Plakat, in welchem für Tiernahrung geworben wird. Auch bei Tier-Krebs. Und da lese ich doch tatsächlich:

Tiernahrung bei Tumorerkrankungen:
enthält erhöhte Gehalte an Fett und Eiweiß (speziell Omega3-Fettsäuren und Arginin)
sowie weniger Kohlenhydrate zur:
-Fütterung des Patienten, nicht des Tumors.
-Verbesserung der Lebensdauer und Qualität

Da rieselt es mir den Rücken hinunter: Fütterung des Patienten, nicht des Tumors. Wissen Sie, was der krebserkrankte Mensch in unseren Kliniken bekommt? Infusionen. Glukose 10%. Damit füttert man, wie wir heute wissen, den Tumor.

Tierärzte sind weiter. Die kennen sogar Arginin. Hund müsste man sein.

 
 
 

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