Lernen vom Besten

28.08.2009
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ist ein bewährtes Prinzip. Was aber tun wir? Wir hören dem Zweitbesten zu. Oder dem Drittbesten. Oder ... noch schlimmer ... den Experten. Also dicken Menschen, die uns erzählen, was richtige Ernährung ist. Soll ich Namen nennen?

Solch ein wirklich Bester ist Viktor Röthlin. Ein Schweizer. Ein Marathonläufer. 2:07. Der schnellste deutschsprachige Marathonläufer jemals. Also besser als Cierpinski, als Steffny usw.

Und Viktor Röthlin hat uns soeben eines seiner großen Geheimnisse mitgeteilt. Aus Versehen. Ist ihm so rausgerutscht in einem Interview (Zeitschrift Fit for Life, August 2009, Seite 26). Wo er berichtet, dass sein Tag ganz durcheinander kommt, seit er wegen Verletzung pausieren müsse. Und da rutscht ihm heraus:

"Das äußerte sich z.B. beim Essrhythmus. Früher war klar: Ich trainiere nüchtern und esse danach etwas.
Ohne Training begann ich dann zu essen, wenn ich Hunger hatte ..."

Verstanden? Mir ist es da den Rücken hinunter gekribbelt. Bei den wohl unbeabsichtigten Worten: "ich trainiere nüchtern und esse danach".

Haben Sie eine ungefähre Vorstellung, was ein Marathonläufer, 2:07, so zusammentrainiert? Zumindest ahnen Sie es.

Und das tut er nüchtern.

H. Steffny z.B., ein begnadeter Läufer und Lauftrainer, rät uns auf Anfrage, wir mögen doch bitte nicht nüchtern laufen, sondern erst mal Müsli essen. Selbst dann, wenn wir abnehmen wollen. Da werd ich dann immer ganz still, gucke beiseite und ... geh zwei Stunden aufs Rad. Nüchtern. Um mich wieder zu beruhigen.

Bitte lernen Sie von den Besten!