Lineares Denken

19.08.2016
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Immer wieder betone ich die Ausnahmestellung von Naturwissenschaftlern. Von Ingenieuren, Mathematikern, Physikern. Von Frau Dr. Merkel. Mit der groben Umschreibung: „Die haben Denken gelernt“. Das meine ich natürlich ein bisschen spezieller. Ein sehr gutes Beispiel ist der Irrtum der Deutschen Ernährungslehre.

Der Irrtum der DGE. Der Irrtum der Kohlenhydrate.

Der ganz einfach beruht auf der fehlenden Fähigkeit, zu erkennen, dass es außer linearen Verläufen auch noch andere gibt auf dieser Welt. Zum Beispiel exponentielle. Darf ich kurz erklären?

  • Die DGE, die auch nur Studien auswertet, glaubt genau wie diese Studienleiter daran, dass das Leben linear verläuft. Dass man durch 20% weniger gegessenem Fett auch 20% schlanker wird. Und bei 40% weniger Fett eben 40% schlanker. Hat sich als Irrtum herausgestellt.
  • Noch schlimmer: Auch die DGE, auch Leiter von Studien haben von der Gefährlichkeit der Kohlenhydrate gehört. Haben über Ketose gelesen. Und glauben jetzt tatsächlich: 30% weniger Kohlenhydrate müsste dann 30% schlanker machen. Und 50% weniger Kohlenhydrate 50% schlanker.

Wir können leicht beweisen, dass das nicht stimmt. Natürlich nicht. Das war lineares Denken. Ein Ingenieur denkt instinktiv und automatisch immer auch an andere Möglichkeiten. Zum Beispiel an exponentielle Kurvenverläufe:

  • Wenn Sie 50% Kohlenhydrate einsparen, passiert gar nichts. Merkt der Körper praktisch nicht.
  • Wenn Sie 70% einsparen, sind die restlichen 30% immer noch zu viel. Schleusen Fett in die Fettzellen, verhindern Ketose usw.
  • Erst so ab 80% Einsparung, bei 90% setzt der gewünschte Effekt ein: Jetzt plötzlich sinkt Ihr Gewicht. Jetzt plötzlich klären sich Ihre Gedanken.

Exponentiell, nicht linear. Das war’s auch schon. Hat der einfache Arzt in seinem Gedankenkästchen in der Regel nicht parat. Und deshalb verstehe ich natürlich die DGE, die sich – zunehmend verzweifelt sich wehrend – beruft auf immer die gleichen linear gedachten Studien. Von mir Schrottstudien genannt.

Eine einfache Messung, eine einfache Spirometrie, in wenigen Tagen erledigt, hätte Klarheit gebracht. Hätte das ganze Gedankengebäude zum Einstürzen gebracht. Hätte uns 40, 50 Jahre Leid in Deutschland erspart: Das epidemisch zunehmende Übergewicht mit dem tödlichen Metabolischen Syndrom. Die grauenvollen Folgen für die Diabetiker, denen Kohlenhydrate sogar noch aufgezwungen werden. So wie meiner Mutter. Erst erblindet, dann verreckt. Ich kann das den Erlanger Diabetologen nicht verzeihen.

Sehen Sie: Deshalb no carb. Eine selbstverständlich unmögliche Forderung. Als ob ich das nicht selbst wüsste. Gedacht als bewusste, tägliche Aufforderung, sich in diese Richtung zu bewegen. In die Richtung „no“. Wobei das „no“ nie erreichbar sein wird.

Exponentiell heißt: Je näher Sie sich an das unerreichbare Ziel anpirschen, desto grandioser der Erfolg.

Es lohnt sich! Gerne zu besichtigen an meinem kleinen, hübschen Wirbelwind, meiner Frau, die täglich um mich herum hüpft, jubelt, wenn sie mich sieht, und im Garten vor sich hinsingt.

Ein glückliches Kind. No carb.

 
 
 

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