Lithium

16.06.2011
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Ist ein hochpotentes Antidepressivum. Zufällig entdeckt. Die dramatische Story dazu kennen Sie ja bereits (News vom 15.06.2007, drstrunz.de). Kein Wunder, dass eine japanische Studie schon vor 2 Jahren gezeigt hat, dass überall dort, wo der Lithiumgehalt im Trinkwasser hoch ist, die Selbstmordrate vergleichsweise niedrig liegt. Leuchtet ein.

Anmerkung: Sie, lieber Leser, nehmen diese Zeilen ungerührt hin. Sie sollten aufhorchen. Kribbelig werden. Die Ohren aufmachen. Jeder Dritte von Ihnen wird früher oder später von einer Depression erfasst. 10% sind es ja bereits. Lithium kann Ihre Rettung sein!

Weiter im Text: Prof. M. Ristow aus Jena hat die japanischen Kollegen angestoßen, ein bisschen weiter zu forschen. Und prompt stellt sich heraus, dass bei viel Lithium im Leitungswasser auch das Leben Gesunder sich verlängerte, also nicht Selbstmord-gefährdeter Menschen. Umgerechnet auf 3-4 Jahre. Finde auch ich bemerkenswert.

Daraufhin hat Prof. Ristow Würmer genommen und denen Lithium gegeben. Genau so viel, wie es in normalem Leitungswasser vorkommt. Und verglichen mit Würmern ohne Lithium: Lithium verlängerte das Wurmleben um 5%. Immerhin.

Über Lithium ist wenig bekannt. Aber laut Prof. Ristow ist die wissenschaftliche Evidenz für Lithium besser als für die meisten Anti-Aging-Mittel, die bisher auf dem Markt sind. Das merk ich mir.

Lithium wird in meiner Praxis routinemäßig bei jedem Patienten gemessen. Notfalls korrigiert.

 

 

 

 

 

 

 
 
 

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