Low carb für Hunde

21.11.2015
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Wenn das keine spannende Story ist…. beginnt mit einer Biologin. Hochintelligente Frau, gleichzeitig Unternehmerin. Eigene Firma. Heißt viel innere Energie. So jemand kommt nicht nur auf eine neue Idee, sondern setzt sie dann auch noch in die Tat um. Wie folgt:

„Ich bin eine leidenschaftliche Hundefreundin. Meine letzte Hündin holte ich mit 5 Jahren aus dem Tierheim.

Dort abgegeben, unglücklich und übergewichtig und wie sich später herausstellte, Diabetikerin (die Hündin). Wir mussten Insulin spritzen.

Täglich, riesige Mengen. Die Veterinärin empfahl unbedingt Spezialfutter von der Fa. Hills zu füttern… der Insulinbedarf stieg und stieg.“

Was tut eine Biologin? Die liest. Ich meine das mit diesen Buchstaben b, c, d. Erinnern Sie sich an die Volksschule? Mein häufiger Vorwurf an Sie, jedes Mal sehr wohl begründet: Ob irgendein Präparat genügend Vitamine enthält? Ja, bitte lesen Sie doch einfach nach. Ich meine selbst. Weshalb fragen Sie immer mich? Usw. usw.

Die Biologin las nach. Woraus besteht dieses Spezialfutter der Fa. Hills? Aus Mais. Mit wenig Fett, versteht sich. Entspricht also präzise den Vorschriften der deutschen Diabetes-Gesellschaft, die da sagt: 45 bis 60% Kohlenhydrate, wenig Fett. So ernährt man Diabetiker.

Besser gesagt: So ernährt man Diabetes. So erhält man ihn. So macht man auch die Tiere so richtig krank.

Kommentar: Seit ich nicht an der Kanzlerin, sondern an uns, dem Volk verzweifle beim Thema Griechenland-Rettung (zum wievielten Mal?), beim Thema Flüchtlingskrise (herzliche Einladung an die ganze Welt), überrascht mich nichts mehr. Überrascht mich auch nicht, dass es keinen Volksaufstand gegen die Deutsche Diabetes Gesellschaft gibt. Wenigstens von den 8 Millionen Betroffenen, die, wie Sie genau wissen, kläglich krepieren werden. So wie meine Mutter. In meinen Armen.

Die Biologin handelte: Der Hund wurde auf „no carb“ eingestellt. Ergebnis:

  • Eklatante Gewichtsabnahme.
  • Ein glücklicher Hund.
  • Minimale Insulinmenge.
  • Keine Unterzuckerungen.
  • Der Hund wurde 15,5 Jahre alt. Ein Methusalem.

Die Biologin hat sich dermaßen geärgert, dass sie handelte. Versteh ich gut: Ärger ist auch für mich ein gewaltiger Motivator. Also hat sie ein Buch geschrieben. Über artgerechte Hundeernährung. Und hat es genannt

Low-carb für den Hund

von Ursula Bien

Manchen von Ihnen bekannt. Ich hatte schon einmal über die Dame gesprochen. Die so ungewöhnlich ihr Wissen auch den Mitmenschen weitergibt. Dazu hat sie ganz schnell mal die Heilpraktiker-Prüfung abgelegt. Bewundernswert.

 
 
 

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