Lungensarkoidose

05.04.2017
 

Schlimm. Auto-Immunkrankheit. Zunehmende Verknotung und Vernarbung des doch so hoch empfindlichen Lungengewebes. Die Lunge wird starr, taugt immer weniger, dem Körper fehlt die lebensnotwendige Luft, der Sauerstoff.

Und jetzt? Hinsetzen und weinen? Bis zum verfrühten Tod leiden und jammern? Sie ahnen, dass ich wieder ein Geschichtlein parat habe.

    Die Geschichte von Friedemann Hinsche, der mit 34 diese Diagnose bekam. Und fix und fertig war. Damals nur noch 80% Lungenkapazität. Ständig müde, hätte sich „nur so durch den Tag geschleppt“. Weiter geht es wie gewohnt von der Drohmedizin: „Trotz zahlreicher Arztbesuche und Blutuntersuchungen konnten die Ärzte nicht herausfinden, was die Beschwerden erklärt hätte“.

Bis ein großer Lymphknoten wuchs, operiert wurde, die Diagnose gestellt wurde. Und dann? Wieder Drohmedizin: Cortison. 8 Jahre Cortison-Therapie.

Erfolg? KEINER. Wörtlich „eine Verbesserung des Zustands stellte sich nicht ein“. Im Gegenteil: Typische Nebenwirkung, also Gewichts-Zunahme.

Soweit der ganz normale Ablauf, hunderttausendfach in Deutschland. Nun ist Herrn Hinsche ein Buch in die Hände gefallen. FOREVER YOUNG. Das hat sein Leben auf den Kopf gestellt:

    „Ich wollte raus aus der Opferrolle und mit Verantwortung mein Leben ändern. Bewegung, Ernährung und Denken sind die drei Schlagworte, die mein Leben seitdem prägen“.

Und er begann mit dem Laufen. Natürlich frühmorgens im Dunkeln, damit niemand sieht, wie er „die Donau entlang schleicht“, wurde aber besser. Fühlte sich fitter. Setzte Cortison-Tabletten ab.

  • Das fanden die Ärzte nicht gut. Ach, Kinder. Ich reg mich nimmer auf.
  • Dabei geholfen hat ihm eine News (04.02.2010). Die Erzählung eines Patienten aus der USA, der ebenfalls an Sarkoidose erkrankt war und sein Leiden durch das Laufen in den Griff bekam.

Und dann ging´s nach dem Laufen weiter mit der Ernährung: Weitgehend Verzicht auf Kohlenhydrate, Bluttuning mit NEMs. Außerdem „Selbstmotivation und positives Denken“. Geholfen hätten ihm da die täglichen News (strunz.com).

Kurz und gut: Heute ist Hinsche ein Ultra-Läufer. Die Lungenkapazität hätte ich auf 100% gebessert (gesunde Läufer haben 130%) und er „renne die Berge jetzt gerne und so schnell wie möglich rauf“.

  • „Im März 2017 wird Hinsche 50 Jahre alt. Fast 16 Jahre nach der erschreckenden Diagnose fühlt er sich nach eigener Aussage „besser als mit 20 und voller Energie, ohne Angst vor dem Alter“. Rückblickend auf den Moment der Diagnose im Jahr 2001 sieht er seine Krankheit heute als das Beste, was ihm passieren konnte. „Sie war eine Initial-Zündung, mein Leben zu ändern, um gesund zu werden“.

So kann man´s umdrehen. Und genau so sollte man es umdrehen. Jeder von Ihnen. Rückwärtsgucken hat noch nie etwas gebracht. Bauen Sie sich einen dreifachen Zaun (vorgemacht von Obama) im Gehirn, lassen Sie die Vergangenheit hinter sich, und bemühen Sie sich (!!!) um die Zukunft. Um eine bessere 100km-Zeit, wie es Herr Hinsche derzeit tut. Da hat er genug zu tun. Da hat er keine Zeit mehr zum Grübeln. Der muss nämlich trainieren. Jetzt.

JETZT! Verstehen Sie mich eigentlich nie?

Quelle: kommaeinsneunfünf, Nummer 8, 2017, Seite 29

 
 

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