Magnesium durch die Haut

19.02.2018
 

Sie wissen, dass Sie Hormone wie Östrogen, Progesteron, Testosteron in Form von Gel durch die Haut einmassieren können. Das funktioniert sogar mit aufgeklebten Pflastern. Die Hormone können dann tatsächlich im Blut nachgemessen werden. Eine elegante Form, Hormone direkt aufzunehmen und nicht erst die Leber zu belasten.
Das Gleiche scheint auch mit Magnesium zu funktionieren. Bitte gut zuhören alle die, die so ihre Probleme haben mit der Magnesium-Aufnahme. Probleme heißt: Durchfall. Starker Durchfall. Wässriger Durchfall. Unangenehm. Begrenzt die tägliche Magnesiummenge oft zu sehr. 

Das Problem an sich ist bekannt. Gelöst hat es offenbar Doktor Shealy 2005. Der sechs Jahre lang getestet und gemessen hat, und herausfand, dass

Magnesium-Öl

 

in die Haut massiert, eine glänzende Alternative zur Kapsel oder zum Pulver ist. Genauer: Er hat – wohl per Haar-Analyse – nachgewiesen, dass ein Magnesium-Mangel ausgeglichen werden kann

  • Transdermal, also als Öl in 4-6 Wochen
  • Intravenös, als Infusion in 2 Wochen
  • Oral, mit Kapsel oder Pulver erst nach 4-12 Monaten

 

Beeindruckend. Freilich… was sagt eine Haar-Analyse aus….

Zum Glück gibt’s eine zweite Studie von Watkins 2010. Da wurde Magnesium-Öl (31 prozentig) 12 Wochen aufgetragen, erneut Magnesiumgehalt im Blut und in den Haaren analysiert. Ergebnis:

  • Bei 90% der Probanden stieg der Magnesium-Gehalt um durchschnittlich 60%
  • Vergleichbares Ergebnis gibt es nach Kapsel oder Pulver erst nach 9 bis 24 Monaten.

 

Fazit: Magnesium-Öl (31 prozentig) scheint eine gute Alternative zu Pulver oder Kapsel zu sein. Scheint sogar schneller zu wirken.

Dass es Magnesium sogar in Flocken-Form, aufgelöst für ein Fußbad oder sogar ein Vollbad gibt, würde Ihnen jeder Apotheker erzählen. Sie müssten ihn nur fragen.

Bringt mich zu meinem Anliegen: Wenn Sie irgendein Präparat nicht vertragen, wenn Sie auf Magnesium sofort starken Durchfall bekommen, warum fragen Sie dann immer mich? Ich bin bloß ein kleiner Provinz-Arzt. Warum fragen Sie nicht den Apotheker? Der hat das nämlich studiert!

Quelle: 1. Southern Medical Association 2005-18

2. The Nutrition Practitioner  Frühjahr 2010

 
 

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