Manchmal singe ich...

19.11.2016
 

Wieviel Glück hinter zwei, drei schlichten Sätzen stecken kann, wird man erst oft ermessen, wenn man die grausliche Vorgeschichte kennt. Also Zusammenhänge. Oft das Privileg ausschließlich des Arztes. Der normale Beobachter registriert allenfalls:

    „Wenn ich Ihre Bücher nicht zufällig entdeckt hätte, würde ich mich jetzt noch immer fragen, wie ich 15 Kilo ohne zu hungern abnehmen kann… ich bin einfach ein bisschen glücklicher. Manchmal singe ich sogar vor mich hin.“

Ach ja. Unvergesslich mein kleines Töchterlein. Wenn die in irgendeinem Eck des Hauses selbstvergessen vor sich hinsang, wusste ich: Alles in Ordnung. Haus steht, Familie lebt. Glück wird oft melodiös ausgedrückt…

Das Wunder dahinter ist die Vorgeschichte:

Drei Jahre schwerstkrank. Völlige Erschöpfung, Krankheitsgefühl, Halsschmerzen, hoher Puls, stundenlange Lähmung, kein Sitzen, kein Stehen möglich. Monatelang bettlägerig. Mehrfach Krankenhaus, viele, viele Ärzte. Diagnose? Chronisches Müdigkeitssyndrom (???). Nicht mehr arbeitsfähig. Psychotherapie. Nach einem Jahr Reha, dann Berentung. Anhaltende komplette Erschöpfung, ständige Ängste. Herzjagen. Wassereinlagerung.

Sie merken schon: Das hört einfach nicht auf. Stopp: hörte nicht auf. Dann Blutanalyse, Beratung. Jetzt erreicht mich nach drei Monaten die obige mail.

Wieder ein Leben gerettet?

 
 

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