Manische Faktenhuberei

02.10.2016
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So darf man die moderne Universitätsmedizin, wie sie heute in Deutschland praktiziert wird, nennen. Manische Faktenhuberei rund um das Thema Gesundheit. Darf ich´s erläutern?

Merke: Wenn du etwas Wichtiges erreichen willst,

 ziele bitte nicht ins Schwarze, ziele daneben, und es fällt dir in den Schoß.

Heißt übersetzt: Wenn du keinen Gallenstein möchtest, dann iss genetisch korrekt. Es wird sich keiner entwickeln. Wenn du keinen Herzinfarkt möchtest, brauchst du keinen Stent oder Bypass-Operation, sondern brauchst nur Marathon zu laufen. Also daneben zu zielen. Und dein Wunsch, keinen Herzinfarkt zu erleiden, erfüllt sich ganz von selbst. Wenn du nicht in Demenz erstarren willst, dann nützt es nichts, sein Gedächtnis über – zu trainieren und ununterbrochen zu lernen, sondern…  ziele daneben: Iss no carb, beweg dich, hab Spaß und du hast dein Ziel – keine Demenz – bereits erreicht.

Sehen Sie: Das wäre Medizin. Frohmedizin. Wäre. Und wie wird Medizin tatsächlich praktiziert? Drohmedizin!

„Die moderne Universitätsmedizin hat sich darauf spezialisiert, mitten ins Schwarze zu zielen: Mit Pränataldiagnostik und künstlicher Befruchtung wird das Wunschkind ermöglicht, es werden Organe ausgetauscht, Jungbrunnenhormone gespritzt und die Verarbeitung von Zucker, Eiweiß und Fett medikamentös beschleunigt, verlangsamt, gestoppt. Und wer nicht schlafen kann, kriegt ein weißes Kügelchen.

Prof. Cornelius Borck, Direktor des Institutes für Medizingeschichte und Wissenschaftsforschung der Universität zu Lübeck, Experte für Medizinphilosophie, ist erschüttert, „wie radikal Medizin heute in die biologischen Grundtatsachen des menschlichen Lebens und damit in die Gesellschaft insgesamt eingreift.“ Mit einem höchst bedenklichen Fokus: Es geht nicht um umfassende, „frohmedizinische“ und individuelle Betreuung des Menschen, in dessen Zentrum der schlichte Rat steht: „Laufen Sie, meditieren Sie, essen Sie, was Ihnen gut tut. Kurz: Leben Sie genetisch korrekt.“

Sondern der Fokus richtet sich immer genau auf das „Schwarze“: Dieser Schaden, jener Schaden soll weg. Deshalb brauchen wir hier eine Operation und da ein Mittelchen. Dieser Fokus führt direkt in eine fast manische Faktenhuberei rund um das Thema Gesundheit.“

Ausweg? Hatte ich Ihnen erläutert. EPIGENETIK. Angewandte Frohmedizin. Einbeziehen des Patienten in den Heilungsprozess. Ein für die Universitätsmedizin ungeheurer Gedanke. Der eigenverantwortliche Patient? Der hat gefälligst im Bett zu liegen, Bettdecke präzise ausgerichtet, weil jetzt Chefvisite folgt. Fragen bitte nur, wenn angesprochen. Er wird eben „be-handelt“. Nennt man Passiv.

Dumm nur, dass Heilung absolut nur aus der Epigenetik kommen kann. Und nicht aus der Pharmamedizin. Dass also jeder Arzt auf die tätige Mitwirkung  des Patienten – sogar unbedingt – angewiesen ist.

 

Genau das ist selbstverständlich die Crux. Umdenken!

 
 
 

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