Melanom

01.12.2011
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Ist der schwarze Hautkrebs. Der gefährliche. Wenn der metastasiert, gibt es kaum noch Möglichkeiten. Deshalb sollte man dunkle Pigmentflecken tatsächlich immer einmal vom Hautarzt angucken lassen (Stichwort: wächst, juckt, blutet ...).

Wie man Melanom verhindert? Indem man in die Sonne geht. Wieder einmal genau das Gegenteil von dem, was Ihnen der Hausarzt erzählt. Wussten Sie, dass Lippizzaner, also weiße Pferde von der Hofreitschule Wien gar häufig Melanom bekommen ... aber genau unter dem Sattel? Wahrscheinlich ist dort die Sonneneinstrahlung besonders stark, oder?

Hat man schon bei der US-Marine auf Flugzeugträgern festgestellt: Menschen, die im Unterdeck arbeiteten, hatten ein höheres Melanomrisiko als jene, die auf Deck ihren Dienst taten. Sonne schützt also. Inzwischen gibt es drei Metaanalysen mit insgesamt 60 Studien, die übereinstimmend bestätigen: Regelmäßige Sonnenbestrahlung erhöht das Melanomrisiko nicht, sondern senkt es sogar (Gandini et al. Eur J Cancer 2005; 41:45-60).

Mir viel wichtiger, weil der Mensch offenbar nie lernen will: Verschiedene Untersuchungen lassen den Schluss zu, dass die Verwendung von Sonnenschutzmitteln das Melanomrisiko erhöht (Gorham et al. Ann Epidemiol 2007; 17: 956-63).

Das sind vor allem die Mittel, die das (gefährliche) UVB blocken, aber das (ungefährliche) UVA durchlassen. UVA erleben Sie im Sonnenstudio. Zugelassen. Man diskutiert, dass durch die UVB Blockung die entscheidende Synthese von Vitamin D unterbunden wird. Vitamin D, das offensichtlich die Haut direkt vor dem Melanom schützt (Mocellin et al. Cancer 2008; 113: 2398).

Nach heutigem Wissen ist also wieder einmal entscheidend ein Vitamin. Also genau das, was Sie "sowieso alle genug haben". Wenn Sie der deutschen Presse, wenn Sie den Verlautbarungen der DGE glauben. Ich glaube nicht, dass ich noch erleben werde, dass sich wissenschaftliche Erkenntnisse zum Thema Vitamine in Deutschland durchsetzen werden.

Lieber hat man Melanom.

 

 

 

 

 

 
 
 

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