Mensch und Natur

10.10.2011
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Der Mensch ist kein Auto. Wenn beim Auto die Zündkerze kaputt ist, ist sie in 14 Tagen immer noch kaputt. Zuverlässig. Beim Menschen ... ist das ganz anders. Der Mensch ist adaptativer Mechanismus. Der kann sich anpassen. Die Zündkerze nicht. Der Mensch ist ein sich selbst reparierendes System. Der kann sich selbst heilen. Das Auto nicht.

Vergessen wir immer wieder. Regelmäßig.

Erinnern Sie sich? An den Prozess in Linz? Gegen die Arzthelferin? Da hatte man bei 99 Patienten Krebsvorstufen am Muttermund festgestellt. Hat dies durch ein strafwürdiges Versäumnis der Arzthelferin aber nicht nachverfolgt, nicht sofort repariert. Und was passierte: Nichts. Der Mensch ist keine Maschine.

Haben wir soeben am Johns Hopkins Medical Center erneut erfahren. Da ging es um so etwas wie PID. Wichtiges Thema in Deutschland.

Dort wurden 126 Embryonen im Achtzellstadium getestet. Knapp die Hälfte hatten Chromosomenschäden. Häufigste Ursache für geistige Behinderung. Solche Embryonen werden also (Stichwort PID) aussortiert.

Nur haben diesmal die Forscher zwei Tage später erneut nachgeguckt: Und siehe da

16 der 25 genetisch auffälligen Embryonen erwiesen sich
jetzt als völlig gesund.

Dazu der Biologe Montag von der Uni Bonn: "Wir wissen nicht wie das funktioniert". Nun ja, genau das ist das Thema. Der Mensch ist keine Maschine. Wir sind hier nicht beim Zündkerzenwechseln. Solche Embryonen haben eben Fähigkeiten, die über unseren Horizont hinausgehen. Ist das verwunderlich?

Seine Schlussfolgerung: "Die genetische Untersuchung von Embryonen im Achtzellstadium, wie sie noch heute vielerorts üblich ist, sei sehr unzuverlässig".

Überschrift dieser Notiz in Focus 28/2011 übrigens: "Genetische Störungen können von allein heilen". Ei gucke da!

 

 

 

 
 
 

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