Menschen helfen Menschen

28.07.2014
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Deshalb studiere ich Leserbriefe. Täglich. Fast unersättlich. Und lerne jedes Mal dazu. Es gibt so sehr viel mehr kluge Leute in diesem Land, als man selbst wahr haben möchte. Kluge Leute, von denen man lernen kann.

Sinn und Zweck der Selbsthilfegruppen. Eine segensreiche Einrichtung. Die erst durch das Internet so richtig ausgeprägt zum Tragen kommt. Wir Ärzte wissen sehr wohl, dass man uns… höflich ausgedrückt… nicht immer so recht glaubt. Will sagen: Meistens gar nicht. Dass Sie aber gut zuhören dann, wenn eine Leidensgenossin ihre Erfahrungen berichtet.

Das wohl Beste in den letzten Jahren konnten wir alle soeben, am 23.05.2014, im Forum lesen. Zum Thema Gewichtsreduktion. Ein leidiges Thema.

Für mich so besonders leidig, weil ich genau weiß, dass alles sieben Sekunden ein Kind verhungert. Einfach so. Das wird gar nicht gefragt. Auch nicht von Ihnen. Gewichtsreduktion heißt also in Wahrheit bequem abnehmen. Möglichst ohne etwas zu tun. Stimmt fast immer.

Aber eben nur fast. Gelegentlich begegne ich jemandem, der sich wirklich und wahrhaftig Mühe gibt. Der alles tut, was man tun kann, um die dummen 30 Kilo Fett loszuwerden. Und scheitert. Eine wunderschöne Erklärung, ein hilfreicher Brief jetzt eben im Forum. Das Geheimnis? ZEIT. Sie hatten sich viel Zeit gelassen, um übergewichtig zu werden. Und brauchen eben jetzt ein bisschen ZEIT  um das wieder rückgängig zu  machen. Weil das so präzise und schön beschrieben ist, schreibe ich’s einfach ab:

Ich war bis Mitte 40 immer schlank, habe dann das bekannte "Insulinthema" entwickelt und dadurch innerhalb von 9 Jahren 36!!! Kilo zugenommen, was mich extrem belastet hat. 90 Kilo bei 1,66. 



Bin schon ziemlich früh in meiner Zunahmekarriere auf den Doc gestoßen, war sogar auf 2 Seminaren und habe seine Theorien auch umgesetzt - umsonst! Bin einfach immer dicker geworden! Und das bei ausreichend Sport. Diagnose: Metabolisches Syndrom. Mit Bluthochdruck und allem........



Zum Beispiel:

    • 

1 Woche Geheimplan ohne Ergebnis. 

    • Ein anderes Mal: 3 Wochen Mischung aus Phase 1 und 2 mit 1200 Kcal - dabei noch weiter zugenommen. 

    • Radikalstes BeispieL: 10 Tage klassische Fastenkur mit Bittersalz, Kräutertee und Fastenbrühe. Dabei jeden Tag mindestens 90 Minuten Crosstrainer. Ergebnis: Null!



Und NEMS hab ich auch die ganze Zeit genommen, das Vitamineral aus dem Shop und einiges andere mehr. Im zweiten Kursus hab ich messen lassen, und der Doc hat mir ausdrücklich zu meinen tollen Werten gratuliert. Da stimmte ALLES! Also lag es daran auch nicht......



Aber jetzt: Innerhalb von 10 Monaten 33 Kilo weg! Habe aktuell wieder 57 Kilo, 3 müssen noch runter. Blutdruck meist 107 zu 73. Dass ich mich mit 55 Jahren fitter fühle als mit 25 ist irgendwie selbstredend bei dem ganzen Eiweiß und den NEMS, die ich zu mir nehme. 



Frage: Wieso hat‘s 9 Jahre mit extremen Anstrengungen nicht funktioniert und dann ging‘s auf einmal fast wie von selbst?



Die alles erklärende Antwort lautet: 



JE KAPUTTER DER STOFFWECHSEL IST, DESTO LÄNGER BRAUCHTS FÜR DIE UMSTELLUNG!!!!



Wie ich‘s geschafft habe?

    • 

5 Tage klassische Fastenkur (fiel mir leichter, als direkt der Geheimplan)
    • Danach den ersten Shake, sprich, bin auf den Geheimplan übergegangen

    • Nach einigen Tagen dann eine kleine, eiweißreiche Mahlzeit dazu (Sashimi, gedünsteten Fisch mit Gemüse o.ä..)



Jeden Tag auf die Waage, jeden Tag gemessen, ob ich in Ketose bin.



NACH 17!!! TAGEN KAM ICH IN KETOSE UND DIE WAAGE FING AN SICH ZU BEWEGEN!



Und danach ging die Post ab, selbst, wenn ich mal Bier getrunken habe (mein Laster) oder ein Eis gegessen habe oder Ähnliches. 



Fazit: Du musst Deine Bauchspeicheldrüse nur genügend lange in die Reha schicken, das war‘s! Und in dieser Zeit darfst Du nicht den allerkleinsten Fehler machen, sonst fängst Du wieder von vorne an. Sobald Du dich umgestellt hast, verzeiht sie Dir auch wieder die eine oder andere Sünde, aber vorher nicht! 



Und wenn ich merken sollte, dass ich‘s übertrieben habe und der Stoffwechsel wieder umkippt, weiß ich, was zu tun ist.

 
 
 

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