Methadon und Krebs

15.11.2018
 

Methadon kennen Sie alle. Eine Ersatzdroge. Zur Entwöhnung beispielsweise bei Heroin-Sucht. Der Abhängige, der ja selten genügend von seinem gewünschten täglichen Nachschub bekommt, erhält ein Angebot. Regelmäßig darf er sich in der Arztpraxis einen Ersatz für sein Heroin abholen, nämlich Methadon.

Wir glauben, Menschen so kontrolliert von ihrer Sucht befreien zu können. Bitte unterstreichen Sie das Wort „glauben“ und ersparen Sie mir die hier fällige Diskussion. Methadon wirkt wie alle Morphine, Opioide über sogenannte µ-Rezeptoren. Das war bekannt. Neu ist die Entdeckung von Frau Dr. Friesen an der Uni Ulm 2007, dass

                Methadon über die Stimulierung dieser µ-Rezeptoren bei Tumorzellen Apoptose einleitet.

Apoptose ist der Zelltod. Von der Zelle selbst eingeleitet. Also Selbstmord der Krebszelle. Kommt erfreulicherweise hinzu, dass

stimulierte µ-Rezeptoren aktive Pumpkanäle blockiert, die Zytotoxine, also Zellgifte, aus der Krebszelle herausbefördern und so die Krebszelle schützen. Diese Pumpkanäle, wie gesagt, werden durch Methadon blockiert. Die Zellgifte können dann wirken. Erwünscht.

Jetzt kommt ´s. Wir suchen ja ständig nach Unterschieden zwischen normalen und Tumorzellen. Um die dann angreifen zu können. Zum Beispiel die Glukosevergärung. Beispiel TKTL1-Gen. Und jetzt: Tumorzellen haben (Gründe unbekannt) 1000 bis 10.000 Mal mehr µ-Rezeptoren als gesunde Zellen.

Daher ist der oben skizzierte doppelte Weg, eine Krebszelle umzubringen, eben fast selektiv wirklich für die Krebszelle. Die normale, gesunde Zelle wird weitgehend in Ruhe gelassen.

Also müssten alle bisher bekannten µ-aktiven Substanzen (Morphium, Opium etc.) Krebszellen abtöten… Wenn, ja wenn nicht diese Zellen sofort reagieren würden, in dem sie µ-Rezeptoren rapide abbauen. Schade. Geht wieder eine Hoffnung den Bach hinunter.

Wenn es nicht Methadon gäbe. Genauer gesagt Dextromethadon. Das wirkt seltsamerweise ganz anders.

Es blockiert diesen Abbau, diese down-Regulierung der µ-Rezeptoren über einen NMDA-Rezeptor.
Noch dazu: Unter Zytostase, also Chemotherapie kommt es sogar zu noch stärkerer Ausbildung dieser µ-Rezeptoren und zusätzlich noch effektiverer Pumpblockade.

Und weiter: Dextromethadon induziert seinerseits über sogenannte HERG-Kanäle den Zell-Selbstmord.

Fazit: Dextromethadon ist ein außerordentlich wirksamer Krebszell-Killer. Wirkt auf verschiedenen Wegen. Und was kommt dabei für den Patienten heraus?

Fragen wir einen bekannten Palliativmediziner, Herrn Dr. Hilscher:

„Nach nun mehr fast vier Jahren des Einsatzes von Methadon als Wirkverstärker der Chemotherapie sehe ich überraschend viele komplett-Remissionen, auch bei den als unheilbar geltenden Rezidiv-Glioblastomen.“

PS: Nicht zu übersehen die Kosten: Vier bis sechs Wochen dieser Therapie kostet 24€ (schreibt Hilscher). Chemotherapie allein das 1000-fache. Nur: Haben Sie das gewusst, das mit dem Methadon? Gegen Krebs? Auch nicht? Weshalb?

Quelle: Forum Komplementäre Onkologie/Immunologie Seite 8

 
 

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