Michelle Obama

09.08.2010
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ist schlank, sportlich und hat ein Problem. Persönlich wie auch als Präsidentengattin. Das Problem ist die zunehmende Anzahl wirklich fetter Kinder in den USA. Also gründet sie eine Initiative. An initiative against childhood obesity.

Eine Initiative lebt von Experten. Von Fachleuten. Also hat sie doch tatsächlich
am 4. Juni in den Park vor dem Weißen Haus 500 Fachleute eingeladen. Das Foto habe ich. Was für Fachleute sieht man da von hinten?

500 amerikanische Köche

Massive, gut genährte Menschen, die ganz offensichtlich (man sieht das) Spezialisten sind zum Thema: Wie koche ich mich dick. Völlig automatisch denke ich an deutsche Fernsehköche. Mir fallen auch gleich ein paar vertraute Namen ein. Auch das sind Könner. Die wissen ganz genau, wie man sich zum unförmigen Fass kocht.

Irgendwas hat Michelle Obama da missverstanden. Bei ihrer Initiative gegen kindliche Fettsucht. Wie man nämlich dick wird, wissen die Kinder ganz von allein. Dazu brauchen sie keine Anleitung. Sondern für's Gegenteil. Nur: Wie man dünn wird, wissen - sichtbar! - genau diese 500 Fachleute eben auch nicht.

Die Lösung kannte schon Seneca. Vor 2000 Jahren. In "De vita beata" finden Sie die wunderschönen Sätze

"Damit Du Deinen Hunger und Durst zu stillen vermagst, erübrigt sich's die Meere zu befahren und auf Eroberungen auszuziehen. Was die Natur verlangt, ist leicht beschafft und schnell bereitet, das Überflüssige aber kostet Deinen Schweiß".

Will sagen: Schlank zu sein und zu bleiben ist einfach. Alles was Sie brauchen, ist leicht beschafft und schnell bereitet. Wenn's kompliziert wird, wenn Sie's erst im Fernsehen lernen müssen, wenn Sie erst Fachleute wie die 500 Gourmet-Köche als Lehrer brauchen, dann ist es ... überflüssig.

Stimmt. Fett ist über-flüssig.

 
 
 

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