Mit Vitamin D gegen Viren

25.04.2012
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Krankheiten gibt's 30.000. Heilungsvorschläge sicher genau so viel. Jeden Tag erscheinen Hunderte von mehr oder weniger wissenschaftlichen Artikeln medizinischen Inhaltes. Aufhorchen tue ich immer dann, wenn nicht schon wieder ein neues Pharmapräparat angepriesen wird, dessen Nebenwirkungen man erst in 20 Jahren herausfinden wird, sondern wenn es sich um eine Natursubstanz handelt.

Zum Beispiel Vitamin D.

Und da haben zwei israelische Forschungsteams (Hepatoloy 2012) unabhängig voneinander als Erste herausgefunden, dass Vitamin D wirksam ist gegen

  • Hepatitis C, also ein Virus
  • Gegen Leberzirrhose

Die eine Forschungsgruppe hat menschliche Zellen im Labor untersucht, die andere Lebergewebe bei der Ratte. Und gefunden, dass Vitamin D ganz allgemein die Aktivität von Viren, besonders das Hepatitis C-Virus stoppt.

Die andere Forschergruppe zeigte, dass Vitamin D in der Leberzelle das Immunsystem so sehr aktivieren kann, dass das Virus unterdrückt wird. Man erklärt die Wirkung durch Stimulation von natürlichem Interferon (Interferon kann auch gespritzt werden).

Nun wird Sie, lieber Leser, weder Hepatitis C noch Leberzirrhose wirklich interessieren. Sie laufen lieber. Einverstanden. Aber mitnehmen dürfen wir, dass Vitamin D hochaktiv gegen Viren ganz allgemein wirkt.

Und mit dem einen oder anderen Virus wird wohl jeder von uns einmal in Kontakt kommen. Wir lernen hier etwas über eine neue Abwehrmöglichkeit. Sie wissen, dass wir gegen Viren bisher praktisch nichts in der Hand hatten.

Jetzt wird's lustig. Wir alle haben soeben den deutschen Gesundheitsexperten Prof. Lauterbach genossen. Auf Spiegel online. Zum Thema "Die Vitaminlüge". Der doch tatsächlich, angesprochen auf die wundersame Tatsache, dass die DGE soeben die Vitamin D-Empfehlung vervierfacht hat, wörtlich meint: "Ich glaube, das wird der letzte Vitaminhype sein...Es würde mich aber nicht wundern, wenn sich auch bei Vitamin D herausstellen würde, dass es in Pillenform nichts bringt".

Im Sinne der deutsch-israelischen Freundschaft sollte unser Gesundheitsexperte, Prof. Lauterbach, vielleicht den zwei Forschergruppen in Israel raten, die seiner Meinung nach unsinnige Forschung am besten gleich einzustellen. Das sei sicher wieder nur ein "Vitaminhype"

 

 

 

 
 
 

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