Moderne Sporternährung

03.06.2009
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Deutsche Ernährungsexperten, die DGE raten der deutschen Bevölkerung, mehr Kohlenhydrate und weniger Fett zu verzehren. In Prozenten etwa

                      60% KH, 25-30% Fett, 10-15% EW

Das Resultat dieser jahrzentelangen Ernährungsberatung fasst Prof. Pudel, ehemals Präsident der DGE, schlicht und richtig zusammen: Die Anzahl der ernährungsbedingten Krankheiten nimmt zu. Da hat er recht.

Im Sport, in den USA hat man sich inzwischen auf andere Prozentverteilungen geeinigt. Erstaunlicherweise, obwohl ausdrücklich Sportler angesprochen werden, auf weniger Kohlenhydrate. Das erkläre mir mal irgendjemand. Jedenfalls heißt es:

                      40% KH, 30% EW, 30% Fett

Moderne Sporternährung in den USA kürzt also die Kohlenhydrate, verdoppelt das Eiweiß. Frag ich mich immer: Wer von Ihnen, lieber Leser, welcher Sportler rechnet eigentlich täglich in Prozent seine Nahrung aus? Was sollen dann diese sinn-losen Zahlen?

Moderne Sporternährung können wir präzise definieren. Ihr Ziel ist ein Maximum an Leistung bei optimaler Gesundheit. Ganz einfach. Und die beruht natürlich auf maximaler Versorgung an essentiellen Nährstoffen. Maximal! Das heißt mit jedem Bissen müssen Vitamine, Mineralien, Spurenelemente, Aminosäuren und möglichst Omega 3 gegessen werden. Dann und nur dann kann maximale Leistung bei anhaltender Gesundheit erwartet werden. Also bedeutet moderne Sporternährung heute:

Die Basis ist Obst, Gemüse und Nüsse. Wobei Obst der entscheidende KH-Lieferant ist.

Dann folgt Eiweiß, etwa 30%. Extremsportler gehen bis 45%.

Und unverzichtbar Omega 3. Täglich 3-6 Gramm. Meine Empfehlung: In Kapselform.

Das ist moderne, optimierte Sporternährung. Für den Alltag. Für den Trainingsalltag. Und jetzt kommt's:

An Tagen mit hartem Training sowie im Wettkampf selbstverständlich zusätzlich Kohlenhydrate.

Hartes Training heißt an und über der anaeroben Schwelle. Die im Wettkampf natürlich immer erreicht, und oft überschritten wird. Das geht dann wirklich nur mit zusätzlichen Kohlenhydraten. Auch im Wettkampf kontinuierlich eingenommen.

Ist aber nicht zwingend: Nur wenn Sie auf Bestzeit aus sind. Ich kenne kluge Menschen, die einen Ironman in 10 Stunden schaffen, sich aber 11 Stunden Zeit lassen. Die brauchen keine zusätzlichen Kohlenhydrate. Die können das in der Fettverbrennung. Der wesentliche Unterschied:

Kohlenhydrate brauchen 10% weniger Sauerstoff. Bei gegebenem Sauerstoff (mehr als Schnaufen können Sie nicht) können Sie mit Kohlenhydraten deutlich schneller rennen. Und das will man ja für Bestzeit.

 
 
 

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