Morgendämmerung…

30.11.2017
 

… in der Psychiatrie. Sie sollten jetzt wirklich gut zuhören. Keiner von uns steht wirklich über dem Thema. Ein Drittel der Deutschen fallen irgendwann einmal in ihrem Leben in ein seelisches Loch. Und glauben Sie mir – da unten ist man ziemlich hilflos.

Freilich: Sie hatten alle die News vom 01.11.2017 gelesen. Für mich eine der Wichtigsten, die ich überhaupt je verfasst habe. Geschildert wird eine junge Dame mit – von Fachleuten festgestellter –

  • Schizophrenie
  • Depression
  • Angststörung, Panikattacken

Die selbstverständlich nach den gängigen Leitlinien behandelt wurde mit Psychopharmaka und psychotherapeutischen Gesprächen. Das Dumme nur:

Es half alles nix.

Es ging ihr immer schlechter.

ABER nach sieben Wochen Frohmedizin war sie gesund. Tabletten weggeworfen, den Psychotherapeuten gekündigt, die Beine in die Hand genommen, auf Zucker und Mehl verzichtet… was man ebenso alles tut, wenn man einen normalen Körper haben möchte. Und damit – hören Sie bitte noch einmal genau zu – einen normalen Geist.

Diesen Zusammenhang, inzwischen eindeutig wissenschaftlich bewiesen, vermisse ich so in der deutschen Psychiatrie. Wenn Sie auf dieser Website nicht schon Dutzende, wenn nicht schon Hunderte von solchen Wunderheilungen gelesen hätten…

Weil ich selbst einmal betroffen war, regt mich das Thema sehr auf. Viel deutlicher als bei Diabetes oder Krebs wird hier, dass Menschen in seelischer Not einfach nicht ernst genommen werden. Dass ihnen längst bekannte Heilungsmöglichkeiten vorenthalten werden. Ich hatte mich zu diesem Thema ja bereits geäußert.

Und nun plötzlich… Morgendämmerung!

Schreibt mir ein seit 40 Jahren tätiger Psychotherapeut, gleichzeitig ein engagierter Buchautor, also offensichtlich ein dynamischer Mensch mit sehr viel Zeit (hoffentlich lächeln Sie), dass Hoffnung besteht. Und er verkündet mir

Die frohe Botschaft,

„dass die Epigenetik hier und da durchaus in der Psychotherapie angekommen sei.“ Schickt mir ein kleines Büchlein mit, in welchem ich auf Seite 48 lese

„Wenn wichtige Blutwerte – ernährungs- oder lifestylebedingt – im  Keller sind, wandert die Psyche auch dorthin.

Vor kurzem kam ein Kollege zu mir in Therapie. Depressionen, Impotenz. Er wirkte so ausgelaugt und gestresst, dass ich ihm erstmal eine große Blutanalyse empfohlen habe. Nicht die Standardblutanalyse beim Hausarzt, da wird nämlich nicht viel gemessen, sondern eine Analyse, die alle essentiellen Werte erfasst, Hormone, Vitamine, Spurenelemente, Mineralien, Immunsystem. Das sind vier Dutzend essentielle Stoffe, wenn einer davon unterm Strich ist, fährt das ganze System runter. Ich habe ihm eine Heilpraktikerin genannt, die das macht.

Er hatte ein katastrophal schlechtes Aminogramm und einen Vitamin D-Wert von sage und schreibe 9ng/ml. Wenn man gesund ist, kann der Wert auf 50 bis über 100 gehen. Mit 9 ist man fast schon zur Depression verdammt. Da kann man dann auch mit Psychotherapie nicht wirklich was ausrichten. Der statistische Durchschnitt in Deutschland liegt übrigens irgendwo zwischen 20 und 30, das ist auch nicht entscheidend besser als 9.

Dieser Klient hatte auch jahrein jahraus in seinem Büro gesessen, Tageslicht oder gar Sonne kannte er fast nur vom Blick aus dem Fenster.

Er hat dann reichlich Eiweiß gefuttert und seinen Vitamin D-Wert mit hochdosierten Pillen innerhalb einiger Wochen auf ca. 40 ng/ml gesteigert.

Und hat sich auch gezwungen, morgens eine halbe Stunde zu joggen.

Da ging´s ihm deutlich besser, und wir konnten ganz anders arbeiten.“

Da hüpft mir das Herze. Endlich! Erst der Körper, dann der Geist! Ist das wirklich so schwer zu verstehen? Und wie man einen Körper in Hochform bekommt, erzählt uns jedes Reh. Sie müssten nur hingucken.

Oder etwas seriöser: erzählen uns unsere Vorfahren. Die hatten für Krankheit, auch für seelische Abstürze nichts übrig. Aus gutem Grund. Solche Individuen wurden von der Evolution gnadenlos ausgesondert.

Ich hatte Sie schon einmal gewarnt: die Evolution ist keine moralische Instanz. Ihre Ausreden, Ihre Erklärungen sind der völlig wurscht. So ganz typisch für Sie: Sie sehen das immer als Drohung, als negativ.

Ich empfinde das als Verheißung! Kaum benimmt man sich anständig, also der Evolution entsprechend,  fängt man an, das Leben zu genießen. Das war auch in meinem Leben nicht immer so. Beileibe nicht. Aber weil ich heute das „andere Leben“ genießen darf, weiß ich und teile mit.

Das Leben kann wirklich ganz einfach werden. Nichts anderes hat dieser kluge Psychotherapeut mir mitgeteilt.

Quelle: „Wenn die Sehnsucht über die Angst hinauswächst“ Loil Neidhöfer at al. 2016

 
 

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