Mundgesundheit in Freiburg

04.04.2017
 

Bitte lächeln Sie mit. Erleben Sie, wie eine nach der anderen aufwacht. Die Deutschen Universitäten. Nachdem die Uni Tübingen das Vitamin C entdeckt hat, folgt jetzt die Uni Freiburg, Abteilung Zahnmedizin, mit einer sensationellen Nachricht:

No carb, Paleo ist gesund

Passt genau zum Spiegel Februar 2017. In welchem der Hauptverantwortliche für die Krankheitskatastrophe Deutschland (metabolisches Syndrom etc.), nämlich Professor Hans Hauner von der TU München, der Schöpfer der Leitlinien der DGE, beklagt, dass „die Wissenschaft gar nicht erst gefragt“ würde. Sprich Er und seine Leitlinien. Die immer noch, Februar 2017, behaupten, dass 40 bis 60% der täglichen Ernährung Kohlenhydrate sein sollten. Professor Hauner, stellvertretend für die DGE zementiert hier die auch in Deutschland rapide Zunahme von Übergewicht, Diabetes, Bluthochdruck, Herzinfarkt, Demenz usw.

Zurück zum fröhlichen Erwachen in Freiburg. Die geben ein Merkblatt heraus (aus welchem ich zitiere) zur Mundgesundheit. Geben Empfehlungen für eine

  • Antientzündliche
  • Antikariogene

Ernährung. Die nichts, aber auch gar nichts mit der Basis der DGE-Empfehlungen zu tun hat. Mit den Kohlenhydraten. Im Gegenteil. Freiburg also empfiehlt schriftlich:

  • Kohlenhydratreduzierte Ernährung
    Nämlich Low-Carb-Diät, Paleo-Diät und GLYX-Diät. Ausdrückliches Meiden von Zucker- Mehl- und stärkehaltigen Lebensmitteln.
  • Gesunde Fettsäuren
    Auf gut deutsch Omega-3-Fettsäuren.
  • Gemüse und Ballaststoffe
    Gemüse enthielte gesundheitsfördernde Inhaltsstoffe. Wir kennen uns ja aus. Wissen Sie, was wir hier nicht lesen? Süßes Obst. Darf ich – leicht errötend – auf die forever-young-Pyramide verweisen? Eine der wenigen Lebensmittelpyramiden, die süßes Obst ausdrücklich verdammt.
  • Vitamine
    Hervorgehoben werden Vitamin C und Vitamin D. Seien wichtig. Nur: hätten wir ja alle genug. Laut Prof. Dr. Lauterbach ist auch Vitamin D wieder nur… „so ein Hype“.
  • Antioxidantien/sekundäre Pflanzenstoffe

Das war’s. Rundum gelungen. Wirklich? Aufgefallen, dass hier die Hauptsache fehlt? Nämlich der Lebensstoff Nummer Eins (meinten die alten Griechen), das Protein, das Eiweiß. Seltsam.

Gab es da nicht einen berühmten Zahnprofessor, der bewiesen hatte, dass die Zahngesundheit/Mundgesundheit, untersucht in verschiedensten Völkern, zunahm mit dem Fleischkonsum? (News vom 20.05.2013) Ich hab´s nicht erfunden. Ich zitiere. Und für Zahn/Mundgesundheit dürfen Sie sehr wohl auch Gesamtkörper-Gesundheit einsetzen. Noch einmal für all die geplagten von Ihnen, die nach praktisch allem, was sie essen, sofort Blähungen und Bauchbeschwerden bekommen:

Ein Nahrungsmittel stimmt immer. Ein einziges. Nämlich Sie selbst. Wenn Sie sich selbst verzehren würden, können Sie einfach keine Beschwerden bekommen. „Sie selbst“ dürfen Sie mit Fleisch übersetzen. Ich hab’s nicht erfunden.

Aber vielleicht sollten Sie auf Menschen hören, die das, was sie predigen, selbst tun. Mit sichtlichem Erfolg. Wie mir soeben einfiel, stehe ich ja im achten Lebensjahrzehnt. Klingt so bombastisch. Aber wissen Sie was: Mein Körper, meine Seele sind 20. Und die benehmen sich auch so. Vielleicht weiß ich ja wirklich etwas?

 
 

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