Musil

18.07.2011
Drucken
 

Hat also einer von Ihnen, tatsächlich einer das empfohlene Büchlein von Walker "Der 1zu1 Reiseführer" gelesen. Und frägt mich, ob ich wirklich überzeugt sei, dass der Mensch sich seine Welt selber mache. Dass "the world is, what you think it is", wie die Hunapriester es formulierten.

Ich hab's erfahren. So einfach ist das: Der Mensch weiß, was er erlebt hat. Und ich habe den Ultra-Man Hawaii erlebt. The world ist tatsächlich, what I think it is. Es liegt ganz bei Ihnen.

In gehobener Sprache, sehr viel poetischer, gekonnter hat das schon Robert Musil ausgedrückt. Geniessen Sie doch seine altgriechisch geformten Sätze:

"Das Traurige sieht Schwarz und straft mit Nichtachtung, was es aufhellen könnte; dem Heiteren leuchtet die Welt, und er ist nicht imstande, etwas wahrzunehmen, wovon das gestört werden könnte; dem Liebenden begegnen die bösesten Wesen mit Vertrauen; und der Argwöhnische findet nicht nur sein Misstrauen allerorten bestätigt, sondern die Bestätigungen suchen ihn geradezu heim. Auf diese Art schafft sich jedes Gefühl, wenn es eine gewisse Stärke und Dauer erlangt, eine ausgewählte und anzügliche, seine eigene Welt."

Dem Heiteren leuchtet die Welt. Genügt schon. Wählen Sie's doch einfach zum Glaubenssatz. Nehmen Sie's als Bach mit hinunter ins Unterbewusstsein. Die Welt ist tatsächlich, was Sie von ihr denken. Klingt so trocken. Musil kanns besser:

Dem Heiteren leuchtet die Welt