Myome

16.08.2017
 

Finden sich gelegentlich in der Gebärmutter. Sind gutartige Geschwulste der Gebärmuttermuskulatur. Wenn sie nicht zu groß werden (faustgroß), drücken, Schmerzen bereiten, wartet man ab. Man glaubt, dass neben den Genen (wo eigentlich nicht?) auch Hormone für die Entstehung mitverantwortlich sind. Wenn also die Pille schon sehr früh genommen wird. Oder später, in der Menopause, bei der Hormon-Ersatztherapie. Also immer dann, wenn der Mensch der Natur, dem Patienten „helfen“ will.

Auch die Pille ist sehr wohl eine Hilfe. Selbstverständlich habe ich eine eigene ärztliche Meinung dazu, äußere mich aber sehr vorsichtig. Schließlich schlucken Frauen die Pille ja nicht „zum Vergnügen“.  Meistens jedenfalls.

Zurück: Das Unangenehme an Myomen, von denen man auch mehrere in der Gebärmutter finden kann, ist ihre Blutungsneigung. Die Frauen verlieren ständig ein bisschen Blut. Kaum merkbar. Es resultiert der tiefe Eisenspeicher Ferritin.

Mit all seinen Folgen: Blässe, Blutarmut, Müdigkeit, Leistungsschwäche und so weiter. Wann immer eine Frau ein tiefes Ferritin aufweist und es nicht nach einer Behandlung behoben, also aufgefüllt werden kann, denke ich an Myome.

Beruhigend: Laut Lehrbuch entarten die Geschwulste nur in 2 - 3%. Wären wir wieder bei dem Begriff Statistik. Ich hatte ja sehr deutlich darüber geschrieben. Was nützt Ihnen dieses „nur 2 – 3%“, wenn Sie es sind? Würden Sie sich als ganz seltenes menschliches Exemplar, ein 2%-Exemplar bezeichnen? Was für eine falsche, krumme Denkweise.

Im Sprechzimmer gilt immer 1:1. 50% zu 50%. Entweder es betrifft Sie, oder es betrifft Sie nicht. Ein bisschen mehr Klarheit, bitte.

Also werden Myome oft genug operiert. Bei starkem Blutverlust befürworte ich das ausdrücklich. Wenn da nicht…

Ja, wenn da nicht… so Briefe von Ihnen wären. Erinnern Sie sich?

  • Eine Patientin, deren Myom nach Omega 3 verschwand. Ich kann solch einen Brief ja nicht hinwegdiskutieren. Die Patientin lebt, hat es erlebt, und weiß.
  • Das gleiche Phänomen gibt es ja bei Dickdarmpolypen, die unter Omega 3 verschwinden (News vom 08.07.2010) wenngleich die anderes Gewebe sind.
  • Und dann der Brief von der Patientin, deren Myome unter no carb verschwanden. Einfach so. Nicht mehr da waren. Sie haben´s gelesen (News vom 30.04.2009).

Daran musste ich denken, als mir soeben eine Patientin im Halbsatz das gleiche berichtete. Die wollte sich Myome entfernen lassen. Eines war 5cm groß, störte.

Fünf Wochen vor der Operation hat sie aus völlig anderen Gründen low carb begonnen. Nun ja, die wollte sich stabil und stark machen. Löblich. Prompt findet der Operateur am Tag vor der Operation per Ultraschall eine

        Verkleinerung des 5cm-Myomes
        auf nur noch 2cm.

Kann man nicht übersehen. Der hat sich sehr gewundert. Die Patientin nicht. Die wusste ja, was sie getan hat. Hätte es irgendetwas gebracht, wenn sie das dem Operateur erzählt hätte?

Natürlich nicht. Der hätte lächelnd überlegen den Kopf geschüttelt und etwas von Zufall, oder anfänglicher „Fehlmessung“ gemurmelt.

Dabei war er Zeuge einer Wunderheilung. Schon wieder einmal.

Was haben wir gelernt? Der Mensch denkt (sich etwas aus), die Natur handelt (weiß es besser).

 
 

News Schlagwörter