Neurodermitis: Freud und Leid

23.05.2016
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Alles auf einmal ist selten. Meistens gelingt eine Änderung des Lebensstils, gelingt Gesundheit ganz allgemein nur Stück für Stück. Schritt für Schritt. Dramatischer, kompletter Wandel ist selten. Macht mir soeben klar eine Jubel-Mail, die dann eben doch mit einem Rest von Leid endet. Eigentlich doch ein völlig normaler Ablauf…

Was mich immer wieder fasziniert, ist das Thema Neurodermitis. Sie wissen… mein Sohnemann. An ihm habe ich über 9 Jahre herumexperimentiert. Eigentlich ständig verloren. Ich wusste eben gar nichts. War auch nur ein typischer Schulmediziner. Und da ist Neurodermitis nun einmal nicht in den Griff zu bekommen. Wenn ich dann freilich in der folgenden Mail etwas von blitzartigem „komplettem Rückgang“ der Neurodermitis lese… werde ich ganz einfach neidisch.

Sie wissen gar nicht, wie gut es Ihnen geht! Sie wissen das Wunder der Heilung nicht so einzuschätzen, wie ich das, persönlich betroffen, kann. Für mich bleibt das wirklich ein Wunder. Aber lassen Sie mich zitieren:

    „… Einnahmeplan habe ich sofort umgesetzt und mich an all Ihre Empfehlungen gehalten und liebe Ihr Eiweißpulver zwischenzeitlich hieß und innig und kann mir nicht mehr vorstellen, ohne dieses überhaupt auszukommen.

    Ich habe als angenehme Nebenerscheinung bei meinem Training, Krafttraining, Radfahren, Spinning, Boxen einen ziemlichen Muskelzuwachs verzeichnen können. Sowie Kraftsteigerungen.

    Weiterhin als absolut unglaublich festzustellen ist ein kompletter Rückgang meiner schlimmen Ausschläge (Neurodermitis), die nicht einmal mit Cortison in den Griff zu bekommen waren und mit denen ich mich seit über sechs Jahren gequält habe.“

Soweit das Positive. Ich seh´ da richtig einen neuen Menschen vor mir und freu´ mich mit. Bleibt freilich noch ein Leid:

    „Allerdings haben sich meine schlimmen Wassereinlagerungen nicht verbessert… Auf die Ernährung würde ich es nicht zurückführen, trotzdem nehme ich unheimlich zu!“

Unklar. Bei Wassereinlagerungen denke ich an den onkotischen Druck (News vom 03.04.2008), also zu wenig Eiweiß im Blut. Häufig so bei Schwangeren. Nur ist die Dame klug und macht einen Vorschlag: Ihre Schilddrüse. Liefert Messwerte mit, die eine Unterfunktion beweisen. Da öffnet sich ein Weg…

Schilddrüse wird von der Medizin ambivalent gesehen. Manche Lehrbücher, manche Ärzte nehmen dieses Organ todernst, verstehen sie als Steuerungsorgan für so ziemlich alle Körperfunktionen. Andere wieder „stellen halt die Werte ein“ und kümmern sich um wichtigere Dinge. Ich weiß nicht, ich weiß nicht. Bin selbst hier ambivalent.

Seit ich Chris Michalk gelesen habe und über seinen Selbstversuch mit Lugol´scher Lösung nachgedacht habe… also über die völlig andere Auffassung der richtigen Jodmenge im menschlichen Körper… Jedenfalls habe ich diese Lösung seit zwei Tagen auf dem Küchentisch. Mal sehen.

 
 
 

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