Nichts zu verlieren

16.11.2011
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Was tut man eigentlich, wenn man am Ende ist? Wenn nichts mehr geht? Wenn man wohlmeinende und kundige Ärzte bereits konsultiert hat, die einem aber auch nicht helfen können? Gibt man dann auf?

Ja. Tun viele von Ihnen. Die leben dann weiter in ihrem Leid. Innerlich hilflos. Verzweifelt. Schreiben manchmal Bücher, die zu Bestsellern werden. Bestseller bedeutet ja nur, dass die sich gut verkaufen. Dass also viele Mitmenschen sich angesprochen fühlen. Weil sie eben auch leiden. Ich nenne das die Jammerbücher. Voll von Unrecht und Leid. Hochmodern!

Lesen Sie nur einmal aufmerksam Buchbesprechungen (s.u.).

Für viele neu: Es gibt immer einen Ausweg. Es gibt immer Hilfe. Und da muss ich nicht einmal die Religion bemühen... es genügt der Satz: Heilung ist immer Selbstheilung. Versteht jeder prinzipiell. Nur fehlt eben so oft ... die Gebrauchsanleitung.

Was soll man konkret in einer ausweglosen Situation tun?

Verrät uns - wieder einmal - ein Christian. In einer E-Mail. Lesen Sie mal zwischen den Zeilen:

"Hatte vor ca. 5 Monaten einen Zusammenbruch wegen meiner beruflichen Tätigkeit, es ging nichts mehr - Burnout. In der Zeit war ich bei 3 Ärzten, aber außer Krankschreiben und starken Tabletten kam nicht viel dabei raus. Durch Zufall hab ich Ihr Buch gelesen - Warum die Tomate dick macht - und hab nicht so recht dran geglaubt. Hab mehr als Selbstversuch meine Ernährung umgestellt, hatte ja nix mehr zu verlieren. Das war vor 3 Wochen. Vorher wog ich bei 177 cm 84,5 kg, jetzt bin ich bei 75 kg. Leichtes Joggen fällt mir so leicht wie nie, hab am Montag in 40 min fast 8 km geschafft - und nur weil ich meine Ernährung umgestellt habe - achte darauf dass ich fast keine Kohlenhydrate zu mir nehmen und finde den Erfolg in so kurzer Zeit, echt klasse!!"

Wenn nichts mehr hilft, wenn Sie am Ende sind, hilft immer noch ... Verzicht auf leere Kohlenhydrate. Hilft immer noch ... Bewegung. Ich hab's nach meinem Unfall, als auch die Ärzte nicht mehr weiter wussten, nicht anders gemacht.

Heilung ist immer Selbstheilung. Die verblüffend wirksame Gebrauchsanleitung ist längst bekannt.

PS: Probe aufs Exempel: Schlag ich den heutigen Spiegel auf (35/2011). Kulturseite 133. Die Buchbesprechung. Wörtlich "... dessen 40-jähriger Held gern der Welt ihre Mängel vorwirft, das Mantra seiner Lebensuntüchtigkeit herunterbetet und ausführlich das Dauerdilemma seiner vermurksten Frauengeschichten beklagt." Vorbildlich!