Nobelpreis der Schande

29.12.2014
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Eine präzise Beschreibung der heutigen Medizin in wenigen Worten. Treffend. Ins Schwarze. Wie man so etwas beurteilen kann? Weil die folgenden Sätze wie ein Blitz im Gehirn wirken. Ein Flash. Plötzlich wird’s hell. Plötzlich  hat man verstanden. Plötzlich sagt man: „Ja!“ Und das geht jedem von uns so. Weshalb jedem? Weil es eine generelle Wahrheit… trifft! 

Aber lassen Sie uns beginnen mit dem schändlichen Nobelpreis. Den gibt’s. Nobelpreise sind ja auch nur Kinder ihrer Zeit. Spiegeln die Wertungs-Skala einzelner Epochen wider. Und da wundert es nicht, wenn es einen „Nobelpreis der Schande“ gab. 1949. Verliehen an einen portugiesischen Neurologen für die Leukotomie.

Zur Erklärung: Bei der Leukotomie werden Nervenbahnen zwischen dem Zwischenhirn und dem Vorderhirn durchtrennt. Eine Operation. Die Folge sind schwere Persönlichkeitsstörungen. Heißt übersetzt: Die Patienten wurden antriebslos und damit erfolgreich ruhig gestellt. Genau das wollte man. 

Leukotomie oder Lobotomie war also ein Werkzeug des damaligen Zeitgeistes, um kulturell unerwünschtes loszuwerden. Glauben Sie nicht? Da schreibt ein Arzt, der US Chirurg Walter Freeman, dass 

„…diese Prozedur aus Schizophrenen, Homosexuellen und Radikalen gute amerikanische Bürger macht.“

Jetzt kommt’s: natürlich wird man rückblickend auch über unsere heutige Zeit  nicht nur Gutes zu berichten wissen. Trotz nahezu kontinuierlicher bahnbrechender wissenschaftlicher Erkenntnisse wird man sie vermutlich in Zukunft als 

„… eine von Profit getriebene Ära des medikamentösen Massenkonsums“

beschreiben. Also als eine Epoche, in der die Mittel zur Heilung oft selbst zum Zweck wurden. 

Verstehen Sie. Die Pharmaindustrie beherrscht die Medizin. Nicht umgekehrt. Chemotherapie ist eine ökonomische Indikation. Auch wenn erwiesen häufig sinnlos, ja sogar schädlich, wird sie angewandt und eingesetzt. Täglich. Das wissen wir tief in unserem Herzen. Später werden wir uns darüber schämen. Weshalb eigentlich nicht gleich?

Quelle: Dr. M. Nehls „Die Alzheimerlüge“. Ein aufrüttelndes Buch. Weshalb? Nehls ist wieder mal so einer. Arzt und habilitierter Molekulargenetiker. Und ganz nebenbei zweimaliger RAAM Finisher. Das härteste, was der Mensch kennt. Tour de France ist ein Klacks dagegen.

 
 
 

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