Noch so ein Juwel

25.10.2017
 

In Großstudien entdeckt man oft – verborgen unter vielen, vielen Zahlen – ein kleines Juwel. Eine Besonderheit. Bei der es einem warm ums Herz wird. So in der nagelneuen PURE-Studie.

Sie erinnern sich? 200 Forscher, 135.000 Teilnehmer aus 18 Ländern, beobachtet über sieben Jahre.

Eine, wie mir scheint außerordentlich kluge Studie. Denn da wurde auch Blut abgenommen. Wissen Sie wofür? Gezielt für Lipoprotein a. Erinnern Sie sich? Der schlimmste Risikofaktor, weil genetisch. Deshalb so wichtig, weil er Cholesterin so unwichtig macht. Ihr erhöhtes LDL-Cholesterin (greift der Hausarzt sofort zum Statin) hat kaum Bedeutung so lange, wie Sie kein erhöhtes Lipoprotein haben. Ist das nicht tröstlich? News vom 04.11.2013)

Zurück zum Juwel. Da berichtet die PURE-Studie doch wirklich

  • Dass die Gesamtmenge an gegessenen Kohlenhydraten die Sterblichkeit erhöht. Sie leben also kürzer.
  • Dass aber der Verzehr von Obst, Gemüse und rohem Gemüse die Sterblichkeit senkt. Sie leben also länger.

 

Sehr richtig die Schlussfolgerung, dass es offenbar die verarbeiteten Kohlenhydrate sind. Die künstlichen. Die Leeren. Also Zucker und Mehl, die unser Leben verkürzen. Nicht aber, ausdrücklich, Obst und Gemüse. Tröstlich.

DESWEGEN HEIßT NO CARB

bei mir ausdrücklich kein Zucker, kein Mehl, Gemüse aber reichlich. Ich bitte, diesen Punkt zu verstehen und ernst zu nehmen. Ich esse so.

Liest man den Gemüse-extra-Report genau, lernt man.

  • Natürliche Kohlenhydrate senken beim höchsten Gemüsekonsum die Sterblichkeit um 22%. Man lebt knapp ein Viertel länger.
  • Kann man aufschlüsseln. 27% weniger Herz-Sterblichkeit, 16% weniger Andere-Krankheiten-Sterblichkeit, 19% gesenkte Gesamtmortalität. Also alle Krankheiten.

 

Und noch so ein klitze-kleines Juwel, eine Randbemerkung. Für mein persönliches Leben ganz besonders wichtig. Die haben nämlich noch weiter differenziert in gekochtes und rohes Gemüse.

  • Gekochtes Gemüse zeigte nur eine geringere Verbesserung der Sterblichkeitsrate („modest“).
  • Während rohes Gemüse deutlich das Sterblichkeitsrisiko senke („strongly“).

 

Durchaus eine praktische Lebenshilfe. Umso wichtiger ein gesunder Darm, der rohes Gemüse verträgt. Eigentlich eine Selbstverständlichkeit. Leider nicht in Deutschland. Da müssen Sie erst einmal Ihr Aminogramm in Ordnung bringen. Und andere wichtige Punkte.

Quelle: Lancet 2017, Aug 28, pii: S0140-6736(17)32253-5

 
 

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