Ohne Sauerstoff

15.03.2010
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ist Leben nicht möglich. Eine banale Feststellung. Meinen Sie. Wissen Sie, was mir bei solchen Sätzen sofort einfällt:

Wie lebt es sich mit halb soviel Sauerstoff?

Wie sooft, kenne ich die Antwort: Ich hab's persönlich erlebt. Als in einer Notfall-Aktion vier Liter Blut in mich hineinlaufen ... mussten (Der Mensch hat nur fünf.).

Komme ich zu Ihnen. Zum Sportler. Der glaubt, er können Sport treiben mit Hämoglobin 13. Tja. Jeder Leistungssportler (männlich) hat 17. Und bei den Leichtathletik-Weltmeisterschaften war der Mittelwert, wie Sie wissen, 19,3. Wie auch immer. Hämoglobin. Der rote Blutfarbstoff, der den Sauerstoff im Blut transportiert, ist aber nur ein erster Schritt. Entscheidend ist Myoglobin, der Stoff, der den Sauerstoff im Muskel aufnimmt und speichert. An die Mitochondrien im Muskel weitergibt. Und Myoglobin können Sie direkt nicht messen. Freilich indirekt: Mit dem Eisenspeicher Ferritin.

Verstehen Sie jetzt, weshalb ich auf Ferritin so großen, so übergroßen Wert lege?

Aber es kommt noch besser: Der Molekulargenetiker Hankeln/Mainz berichtet über ein drittes, bisher nicht bekanntes Globin. Genannt Neuroglobin. Weshalb so genannt? Weil es die Nerven, weil es das Gehirn mit Sauerstoff versorgt.

Das Gehirn? Jetzt wird's interessant. Also sollte man wohl auch vom Neuroglobin soviel wie möglich haben. Und wie macht man das?

Hämoglobin. Myoglobin. Neuroglobin. Alle drei Globine. Eiweiße. Bestehend aus Aminosäuren. Neuroglobin aus 151 Stück. Die Aminos messen wir täglich. Und zeigen Ihnen, wo Ihre Defizite liegen.

Ohne genügend Aminosäuren nicht genügend Globine. Und ohne Globine kein Sauerstoff. Heißt: Leistung eingeschränkt.

Denken Sie jetzt noch einmal über Ihr Gedächtnis nach. Oder über Ihre - naja - Marathonzeit. Oder über das Schnaufen beim Treppensteigen: Stichwort Sauerstoff.

Lebensfreude, Lebensenergie ist abhängig vom Sauerstoff. Und dafür brauchen Sie Aminosäuren. Hoffentlich, hoffentlich haben Sie genug.

 

 
 
 

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