Olympia

20.06.2016
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Ist die Stunde der Wahrheit. Für den Leistungssportler. Ist die ultimative Prüfung, und dann – wenn er auf dem Treppchen steht – die Bestätigung seines kompletten Lebenssystems.

Wer auf dem Treppchen steht, hat richtig trainiert. Hat richtig gelebt (Umfeld oft schwierig). Hat richtig gegessen. Hat richtig substituiert (doch, doch). Kennt die richtigen mentalen Techniken. Die Goldmedaille trennt gnadenlos zwischen richtig und falsch.

Deshalb noch einmal zwei Kurznachrichten aus der Vergangenheit. Hatte ich damals 2004 im FOCUS gelesen (FOCUS 34, 2004). Da geht es um die richtige Ernährung.

Nun ja: Jeder Aff weiß Bescheid. Sie kennen meine Leitlinie. Ich denke schon, dass jeder Schimpanse sportlich jeden vergleichbaren Menschen schlägt. Zum Beispiel am Reck, oder? Kurz und gut: In die Olympische Kantine von Athen wurde 2004 während der Olympischen Spiele angeliefert wie folgt:

    Gemüse und Obst…. 272 Tonnen
    Fleisch und Fisch…. 211 Tonnen
    Pasta… 12 Tonnen
    Tofu…. 4 Tonnen
    Brot… 0,6 Tonnen

Offenbar haben die´s nicht so mit dem Satz, die Olympioniken: „Unser täglich Brot gib uns heute“. Was Sie soeben gelesen haben, ist die präzise Gebrauchsanleitung für die Olympische Goldmedaille. Für höchste sportliche Leistungsfähigkeit. Und wenn ich mir die Augen der Sportler angucke – mir ist das gelegentlich vergönnt – weiß ich: Auch der Geist ist klar, sehr klar. Diese Leute sind wach. Hell auf der Birne.

Dazu gehört auch das Umfrage-Ergebnis, dass 10.000 der 11.000 Olympischen Sportler selbstverständlich Vitamine und NEM zu sich nehmen (News 22.10.2013). Wobei ich die Zahl so nicht glaube. Die restlichen 1000 werden das Kreuzchen verweigert haben. Die wollten auch nicht den leisesten Verdacht erwecken. Die wollten noch nicht einmal zugeben, dass sie Vitaminkapseln schlucken. Wetten?

PS: Ich kann´s nicht lassen: Da gibt es doch tatsächlich einen deutschen Professor, nämlich Professor Ristow, erst Jena, jetzt Zürich, der behauptet, dass Vitamine den Sportlern schaden. Und, darauf hingewiesen, dass diese Vitamine ja wohl in Gemüse und Obst enthalten seien, sich heute tatsächlich mit der Behauptung festlegt:

    „Gemüse und Obst sind gesund trotz ihres Vitamingehaltes“

Doch, doch. Gibt es. Gedruckt 2016.

 
 
 

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