Omega 3 – gut Freund II

08.08.2018
 

Omega 3 genauso wie Omega 6 ist essentiell. Fehlt dieser Stoff in Ihrem Körper, besonders in Ihrem Gehirn, sind Sie tot. Die Schulmedizin hat die Bedeutung dieses Satzes bis heute nicht realisiert. Dieses „sind Sie tot“. Heißt nämlich unter vernünftigen Menschen: Wenn Sie nur die Hälfte der notwendigen Menge essen, sind Sie eben ein halber Mensch.

Und diese halben Menschen laufen auf der Straße herum. Fahren Auto. Wundern sich über ihre Reaktionsfähigkeit. Wundern sich über ihre traurige Stimmung. Wundern sich über den Schlaganfall. Und wundern sich, weshalb sie Monat für Monat die Arztpraxis aufsuchen… müssen. Zur Kontrolle. Ich weiß.

Lassen Sie mich mal all die Krankheiten aufzählen, die entscheidend von Omega 3, besser gesagt von dem Verhältnis Omega 3/6 (Sollwert 1:1, nicht 1:15) abhängen. Die Liste ergibt sich einfach aus dem anti-inflammatorischen (gegen Entzündung) und neurotropen (für die Nerven) Eigenschaften.

  • Alle chronischen entzündlichen Erkrankungen (zum Beispiel Rheuma, Asthma, Neurodermitis, Hashimoto).
  • Praktisch alle psychischen/psychosomatischen Erkrankungen (zum Beispiel Depression, Ängste, PTBS, ADHS, Schlafstörungen).
  • Neurologische Erkrankungen (zum Beispiel Schmerzen, MS, Demenz, Migräne).
  • Kardiovaskuläre Erkrankungen und deren Risikofaktoren (zum Beispiel Hypertonie, Hyperlipidämie, Herzinfarkt, Schlaganfall, Herzrhythmusstörungen)
  • Prävention von Allergien (beim Kind) und perinataler Depression (bei der Mutter).

Fehlt da eine? Irgendeine Krankheit, die Sie kennen? Oder haben wir die komplette Liste erfasst. Ist das nicht wundersam? Da gäbe es angeblich einen Stoff, der bei all diesen Erkrankungen hilfreich sei, wirksam sei, sie verhindere, vielleicht sogar heile.

Und das glauben Sie?

Bleibt Ihnen nichts anders übrig. Gucken Sie mal in die weltweit größte medizinische Datenbank Medline. Gibt man dort das Stichwort „Omega-3“ und den Filter „clinical trial“ ein, erscheinen dort mehr als 3000 links zu wissenschaftlichen Studien über Omega 3-Fettsäuren.

Wohlverstanden: Nicht Privatstudien, sondern von Kliniken, von Universitätskrankenhäusern nach entsprechend akzeptierten wissenschaftlichen Standards. Kann man einfach nicht wegwischen.

Es gibt kaum ein Medikament, welches so gut klinisch-wissenschaftlich erforscht ist. Heißt: Sie dürfen die obige Aufzählung sehr wohl glauben.

Weshalb ich Ihnen das alles aufschreibe? Weil ich Ihre Einstellung ein bisschen verändern möchte. Weg von der Abscheu vor der Kapsel, hin zur Liebenswürdigkeit der Natur, die uns mit solch essentiellen Stoffen reichlich verwöhnt… verwöhnen möchte. Hieße nämlich übersetzt Kaltwasserfisch. Hieße übersetzt Lebertran. Oder Algen. Da sind wir hier in Mitteleuropa allerdings ein bisschen kläglich versorgt.

In dem Zusammenhang berührt mich folgende Zahl besonders: Nur 5% der deutschen Bevölkerung nimmt regelmäßig Fischölpräparate, während dies in skandinavischen Ländern (also dort oben, wo es solchen Fisch gibt) etwa 50% tun. Kann es sein, dass die dort oben den Segen von Omega 3 verspüren, kennen und … typisch Mensch… immer mehr wollen?

Während wir in Deutschland uns mit dem täglichen Nörgeln, dem sich Beschweren, dem Madigmachen, aber auch dem Leid, den Schmerzen (Entzündung) abfinden.

 

Quelle: Dr. Volker Schmiedel, Chefarzt, in OM & Ernährung 2018, Nr. 163

 
 

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