Parodontitis

25.04.2015
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…tut weh. Höchst unangenehm. Im Mund sind wir alle empfindlich. Deshalb nehme ich es – den meisten – Zahnärzten sehr übel, die sich immer noch wochen- monatelang mit der Behandlung der Parodontitis ihrer Patienten beschäftigen. Natürlich wohlmeinend. Indem sie anwenden, was sie gelernt haben.

Dabei ist das Thema doch längst abgehakt. Parodontitis ist heilbar. Ganz schnell. Zuverlässig. Immer. Sie haben drei Möglichkeiten:

  • Orthomolar, drei mal zwei Fläschchen im Mund behalten, ein bis zwei Wochen. Das war’s.
  • Korrekte Blutanalyse. Bestimmung der fehlenden Substanzen. Gezielter Ersatz. Resultat: Das gleiche wie oben stehend.
  • Lesen. Drückt mir soeben ein Zahnarzt eine wiss. Arbeit in die Hand. Über Parodontitis. 18 Seiten. Was da drin steht?

Nun ja, auch die Zahnmedizin lernt dazu. Und entdeckt langsam, langsam das Geheimnis der Parodontitisbehandlung. Genau das wird in dieser Arbeit in vorzüglicher Form wiedergegeben.

Titel: „Mikronährstoffversorgung und Paradontologische Therapie“.

Inhalt? Der Artikel ist eine Übersicht zur „Evidenz von Ernährungseinflüssen“ bei der Ätiologie und Therapie der Parodontitis und gibt Empfehlungen für die tägliche Aufnahme von Vit C, Vit D, Kalzium und Antioxidantien.

Das war’s. Auf 18 Seiten. Mit gar unzähligen Literaturempfehlungen. Könnten Sie auch zusammenfassen mit:

Orthomolar. Dreimal zwei Fläschchen im Mund behalten, ein bis zwei Wochen.

Man kann also die Arbeit lesen, sich mühsam durch Literatur quälen oder… man kann’s gleich tun. Ich bin da eher praktisch veranlagt. Denn im Grunde sind die aufgeführten drei Punkte ja alle identisch. Die Zahnmedizin – jedenfalls ein Teil, der wissenschaftliche Teil – hat längst kapiert. Parodontitis ist überflüssig. Ist Mangel an essentiellen Substanzen, in erster Linie Vitaminen.

Und da sind wir wieder. Lächeln uns gegenseitig an und wissen ganz genau: Vitamine? So ein Quatsch! Vitamine haben wir alle genug. Wenn wir Journalisten glauben.

Resultat: Parodontitis wird nicht aussterben.

 

Quelle: J Clin Periodontol 2011; 38 (Suppl. 11):142-158