Partnerschaft

25.02.2015
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Was assoziieren Sie bei diesem Wort? Probleme? Und welcher Gedanke kommt hoch, wenn Sie den Begriff „Ehe“ hören? Ebenfalls Probleme? Falls ja, bewegen Sie sich im Mainstream. Zwischenmenschliche Beziehungen bergen Probleme, sind per se problembehaftet. Deshalb sind Vorträge zum Thema Partnerschaft so gut besucht. Werden Bücher zum Thema so auflagenstark verkauft. Weil wir hoffen. Wir hoffen, dass jemand diese Probleme für uns löst. 

Ach du meine Güte! 

Mit zwei kleinen Sätzen wären die sogenannten Probleme in der Partnerschaft vom Tisch. Das ist ganz ähnlich wie beim Thema Gesundheit – Krankheit. Da werden ja auch jährlich Milliarden für die Bekämpfung von Krankheiten und die Förderung der Gesundheit ausgegeben. Nur – deswegen verschwinden die Krankheiten nicht, oder? Nehmen sogar zu, oder? Auch bei diesem Thema kleine Missverständnisse.

Werden wir konkret. Thema Nr.1: Streit in der Partnerschaft. Ein Problem.

Das Problem ist etwas ganz anderes: Streit wird erst dann zum Problem, wenn Sie denken, dass man nicht streiten sollte. Wenn Sie glauben, dass Streit schlecht sei. Wenn Sie meinen, dass Streit gefährlich sei, weil er zur Trennung führen könnte.

Das Geheimnis: Streit ist Streit. Streit ist weder gut noch schlecht. Heute streiten wir uns und morgen lieben wir uns. Wo ist das Problem? Sehen Sie: Man kann aus allem ein Problem machen. Nur sollte man sich dann nicht beklagen, wenn man viele Probleme hat. Sie.

Hatten Sie Michael Crighton immer noch nicht gelesen? Die Szene im Urwald, in der zwei Frauen streiten. Und als Crighton 4 Stunden später erneut das Dorf besucht, streiten die immer noch. Na und? Wer hat die Behauptung erfunden, dass Streit schlecht sei? Dass Streit unbedingt aufhören müsse? Schon mal nachgedacht? 

Dahinter steckt fehlendes „Wissen“. In meiner Sprache: Da fehlt ein Glaubenssatz. Wenn man nur eine einzige „Sache“ wüsste, gäbe es in der Partnerschaft keinerlei Probleme mehr. Das Wissen? Der Glaubenssatz?

Das ist mein Mann
Das ist meine Frau

Das ist schon alles, was man wissen müsste. Alles andere ist Nebensache. Nur: Viele Menschen sind sich da gar nicht so sicher. Die wissen alles Mögliche über ihre Partnerin oder über ihren Partner, sind sich aber gar nicht so ganz sicher, ob das wirklich „ihr Mann“ oder „ihre Frau“ ist.                                                                       Verdeutlicht uns schon das Wort Partner. Modern. Vor allem unverbindlich. Einen Partner kann man austauschen. Bei „meine Frau“ schon etwas schwieriger. Zumal es da so (schon vergessen?) Versprechen vor dem Altar gab.

Die Idee dahinter hatte ich Ihnen einmal an einer Frau Dr. Merkel verdeutlicht. Unsere Bundeskanzlerin, über welche ja täglich geschrieben wird. In unseren Medien. Täglich. Sich der Mund zerfetzt wird. Da werden ganze Regenwälder geopfert an Zeitungspapier… Wir hatten die Dame für 4 Jahre gewählt. Weshalb das nicht akzeptieren? Weshalb nicht „das ist unsere Bundeskanzlerin“. Und die nächsten 4 Jahre halten wir einfach den Mund. Was auch immer die Dame tut. Wir könnten´s nämlich auch nicht besser. 

Ahnen Sie, weshalb der Gläubige, der wahrhaft gläubige Mensch (woran auch immer er glaubt) sehr viel besser dran ist als Sie?

Quelle: Natürlich Egli: LOLA-IMPULSE Nr. 122, Dez. 2014

 
 
 

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