Pipi: Absolute Katastrophe

24.07.2016
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Wenn Sie mir schon Briefe schreiben, wenn Sie schon um Rat fragen, wenn Sie schon um Hilfe rufen, dann bitte so kurz und knapp wie möglich. Sie verstehen das. Genauso schätze ich aber auch positive Rückmeldung: Kurz und knapp. Und das hat einer von Ihnen in hervorragender Weise verstanden. Exemplarisch! Weil auch der Inhalt, die Message für manche von Ihnen entscheidend sein wird, im Original:

  • Situation
    Gutartige Prostata-Vergrößerung

  • Pipi: Absolute Katastrophe
    Nachts: 4 x aufstehen. Prozedur dauerte jeweils ½ Stunde
    Urologe: 0,4 mg Tamsulosin pro Tag (für immer) und Operation

  • Action
    Tamsulosin schrittweise abgesetzt
    Seit 8/15: 75 mg Iodoral pro Tag (also Jod in Überdosis)
    Pipi: Normal, es „läuft und läuft“
    Nachts: nur 1 x kurz aufstehen

  • Weiteres Vorgehen
    Messen Jod im Urin
    Messung Jan 16: 38 mg/d… Zielwert über 45 mg/d


Mitbekommen? Häufiges Leiden: Zu große Prostata. Beinahe normal im wachsenden Männeralter. Das verordnete Tamsulosin beseitigt – wenn überhaupt – allenfalls Reizung, Brennen. Kleiner machen? Bleibt diesem Urologen nur die Operation.

Wir lernen: Es geht auch völlig anders. Jod in der richtigen Dosis. Das war´s auch schon. Vielleicht ist Jod wirklich nicht nur „die Schilddrüse“.

Bisher: Die Prostata wächst, angestoßen von DH-Testosteron, einem Abbauprodukt. Kann man messen. Kann man blocken. Mit Finasterid. In diesem Fall 5 mg. Verkleinert nachweislich die Prostata im Verlauf von ein bis zwei Jahren. Mögliche Nebenwirkung: Die Libido schläft ein. Erinnert mich so an Betablocker. Die Pharmaindustrie hat doch immer so kleine hübsche Überraschungen für uns in petto.

Jod lässt Ihre Libido intakt. Dummerweise ist Jod ein Naturstoff. Lässt sich wenig dran verdienen. Heißt übersetzt: Da müssen Sie sich schon selbst darum kümmern. Da wird Ihnen keine Werbung, keine Pharmaindustrie helfen.

Und nachdem Fortbildung mehr und mehr in den Händen der Pharmaindustrie liegt (rein finanzielle Überlegung. Keine Anklage: 575 Millionen Euro 2015 an die Ärzte), wird möglicherweise auch Ihr Hausarzt über Jod nicht so recht Bescheid wissen. Auch ich muss mir das Wissen mühsam und selbst soeben erarbeiten.

 
 
 

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