Pommes statt Salat

24.01.2007
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empfiehlt der berühmte Nahrungsmittel-Chemiker Udo Pollmer. Ein Chemiker, kein Arzt. Auf der Titelseite der Bildzeitung. Also 11 Millionen Lesern. Begründung: Pommes hätte mehr Vitamin C als so ein Salatblatt. Und im übrigen solle man essen, was einem schmeckt.

Sehr richtig. Denken jetzt also 11 Millionen Deutsche. Und wundern sich, wenn sie immer weniger Kinder bekommen. Dass die Ursache Pommes sein könnten ...

Genau dies ist wissenschaftlich untersucht und bewiesen von Professoren der Harvard-Universität. An 18.500 Frauen mit Kinderwunsch (Am J Clin Nutr.).

Ergebnis: Frauen, die täglich auch nur 4 Gramm sogenannter Transfette aßen, hatten ein um 70% höheres Risiko, unfruchtbar zu sein.

Und Transfette sind in Pommes. Genaueres nachzulesen in „Fit mit Fett“ bei heyne. 4 Gramm genügen. Zur Erinnerung: der durchschnittliche Fettverzehr liegt bei 140 Gramm täglich. Transfette übrigens entstehen erst, wenn der Mensch in die Küche geht. Und dort die Natur verbessert. Dazu ist die Küche da. Um aus Lebensmitteln ... tja, was eigentlich? ... zu machen. Und wie gefährlich diese Fette tatsächlich sind, sagt uns viel besser als jede wissenschaftliche Studie der Gesetzgeber: in New York werden Transfette derzeit gesetzlich verboten.

Wir in Deutschland haben unsere Nahrungsmittel-Chemiker: Pommes statt Salat.

 
 
 

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