Professoren müssen betteln

02.06.2009
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in Deutschland. Betteln bei den Krankenkassen. Was zeigt, wer unten und wer oben steht. In Deutschland.

Glauben Sie nicht?

Liegt vor mir der Brief eines Professor Dr, eines Augenspezialisten. Der ausnehmend klar, deutlich und fundiert über einen Patienten berichtet:

„... lag ein erneutes ausgeprägtes Makulaödem vor. Patient begann eine hochdosierte Substitutionstherapie mit Zink, Selen, Magnesium und Arginin. Hierauf kam es zu einem deutlichen Rückgang des Makulaödems und eine Visusverbesserung.

Bei erneuter Kontrolle zeigte sich weiterhin eine Visusverbesserung sowie eine Stabilisierung des Makulaödems“.

Und jetzt kommt's: Bitte vergessen Sie nicht, wir sind in Deutschland:

Wir (also der Herr Professor, der nachweislich geheilt hat), wir bitten um Überprüfung der Kostenübernahme der hochdosierten Substitutionstherapie mit Zink, Selen, Magnesium sowie Arginin Ihrerseits.

Mit Ihrerseits ist die Krankenkasse gemeint. Da bittet also ein erfolgreich behandelnder Arzt, ein Professor, eine Beamtenbehörde, doch bitte, bitte anzuerkennen, dass er seine ärztliche Pflicht erfüllt. Dass er heilt. Und diese Bitte wird höchstwahrscheinlich abgeschmettert.

Wir sind in Deutschland.

PS: Vor dieser wirksamen Therapie wurde erst unwirksam mit Cortison, Chemotherapie etc. behandelt. Für 8000.- €. DAS hat die Kasse anstandslos bezahlt.

 
 
 

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