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Radfahren und Parkinson

04.05.2020 | Strunz
 

In der Medizin läuft es schlussendlich immer auf das Gleiche hinaus: Entweder man bewegt sich – oder eben auch nicht. Zwei völlig verschiedene Zustände des Menschen.


Unter dem Mikroskop haben wir als Kinder immer Wassertropfen aus dem Bach untersucht. Mit vielen, vielen Kleinstlebewesen, die da herumwimmelten und – tobten. Schon als Kinder haben wir gewusst: Da lebt etwas.

Und wenn einzelne winzige Partikelchen nur stumm herumlagen, dann waren die für uns erkennbar tot.

Erkennen Sie sich wieder?


Wenn Sie im Bus sitzen? Im Auto sitzen? Im Zug sitzen? Im Flugzeug sitzen? Im Büro sitzen? Daheim vor dem TV sitzen? Sie erinnern sich an den französischen Arzt: „Wer sich hinsetzt, schaltet ein Todesprogramm im Gehirn ein“.

Wie wahr.

Soeben wieder gezeigt an Patienten mit Parkinson. Sie wissen schon: Tremor. Das Zittern. Die Bewegungsstarre. Langsamer, immer stärker gehemmte Bewegungen. Von mentalen Einschränkungen gar nicht zu reden. Hier gibt es Neues. Erfreuliches! Frohmedizin!


In einer niederländischen Studie wurde 130 Erwachsene zwischen 30 und 75 Jahren untersucht, die bereits an Parkinson litten.

Nach sechs Monaten Radfahren (nur drei Mal die Woche) fanden sich in der Rad-Gruppe signifikant weniger Symptome der Krankheit als in einer „nur Stretching-Gruppe“.

Also weniger Tremor, weniger Kontrollverlust des Muskel- und Bewegungsapparats.


Diese Effekte durch das Radfahren waren vergleichbar mit Verbesserungen durch hochwirksame Medikamente.

Schon früher hatte man eine ganz ähnliche Studie an Parkinson-Patienten durchgeführt und eine entscheidende Zahl gefunden: 35%.


Patienten, die drei Mal pro Woche jeweils 40 Minuten lang mit hoher Frequenz (nicht unbedingt Kraft) indoor Rad fuhren, erfuhren eine durchschnittliche

Reduktion der Symptome um 35%.


Was wäre passiert, wenn die Patienten – hatten die sonst noch etwas Dringendes vor? – jeden Tag sich bewegt hätten? Vielleicht sogar zwei Mal am Tag? Für jeden fitten Sportler, auch im Seniorenalter (ach, ja!) eine Selbstverständlichkeit.

FAZIT: Bewegung ist das A und O. Wenn Sie mitreden wollen, wenn Sie mit-leben wollen, wenn Sie das Leben mit-genießen wollen. Es geht hier wieder einmal um Lebensenergie und Lebensfreude. Ohne Bewegung schlichtweg unmöglich (freilich, freilich… Kokain täte es auch. Bequemer. Aber auf Dauer??).

 
 

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