Rapamycin und Science

28.01.2010
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Das Wissenschaftsmagazin "Science" nominiert jedes Jahr die zehn Top-Leistungen der Wissenschaft. So auch 2009.

An erster Stelle steht Ardi. Ein Ur-Skelett. Das uns bewiesen hat, dass der Mensch sich nicht vor 3,2, sondern schon vor 4,4 Millionen Jahren vom Affen verabschiedet hat.

An zweiter Stelle finden Sie die Entdeckung von 16 neuen Neutronensternen, sogenannten Pulsaren. Darüber könnte ich lange und begeistert mit
Ihnen plaudern ...

Tue ich aber nicht, sondern nenne - Fanfaren! - die dritte Top-Leistung der Wissenschaft 2009, nämlich

Rapamycin

Erinnern Sie sich (www.strunz.com, News vom 30.10.2009)? Ein Bakterienprodukt von den Osterinseln? Ursprünglich als Immunsupressivum gegeben Menschen nach Organtransplantation. Und jetzt: Rapamycin verlängert das Leben (im Mäuseversuch) dramatisch. Um 30 Prozent. Scheint den Wissenschaftlern von "Science" eine ganz besonders wichtige Entdeckung 2009 zu sein.

Sie erinnern sich auch: Experten warnen. Vor der Einnahme. Hat mich geärgert. Also hab ich's genommen. Vier Monate. Bin nicht gestorben. Deshalb nicht, weil mein Immunsystem "5 - 6 mal stärker als normal ist" (Zitat Professor Uhlenbruck). Wie das geht, können Sie in Frohmedizin nachlesen.

Die Lebensverlängerung von Rapamycin beruht auf der Hemmung von m-TOR. Simuliert im Körper den Zustand bei Kalorienreduktion.

Jetzt kommt's: Rapamycin hat auch Forscher der Uniklinik Regensburg interessiert. Und die haben gezeigt, dass Rapamycin im Gegensatz zu den üblichen Immunsupressiva die Bildung von Krebs nicht fördert, sondern hemmt.

Rapamycin verhindert also Krebs. Und verlängert das Leben. Bisher getestet nur im Tierversuch bei Mäusen.

Die Wissenschaftler von "Science" haben ein gutes Näschen

PS: Für Rapamycin gilt das gleiche wie für Wachstumshormon: Alles wirklich Gute hat seinen Preis. Will sagen: Sie könnten es gar nicht bezahlen.

 
 
 

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