Rauf auf den Mt. Everest

21.05.2019 | Strunz
 

Auch schon davon geträumt? Den höchsten Berg der Welt zu besteigen? Viele von Ihnen werden - genauso wie ich - all die Bücher gelesen, die Berichte von erfolgreichen Bergsteigern mitgelebt haben. Hinauf käme man ja vielleicht…. aber die Kälte! Für mich ein absolutes no go.

Umso erstaunter war ich, heute zu erfahren, dass man den Mt. Everest auch bei 20 Grad besteigen könne. Gewusst? Und zwar ganz in der Nähe von Dresden.

 

Da gibt es eine Treppe. Ziemlich länglich. Mit 397 Stufen. Gesamtlänge 88,48 m.

Der Mt. Everest ist 8848 m hoch. Merken Sie was? Also hat man ein Rennen erfunden: 100mal die Treppe hoch. Einmal den Mt. Everest bestiegen.

Runter geht's auch, eine Verbindungsstrecke von 843 m kommt dazu. Die 100 Runden ergeben - kein Zufall - dann genau 2 Marathons. Mit zusammen 79400 Stufen.

Streckenrekord Männer 13:26:53 h.

 

Find ich genial. Über 13 Stunden Treppen hoch rennen? Die Überlebenschance dürfte der einer Mt. Everest Besteigung gleichen.

Geschrieben hat mir das alles Matthias Becker. Der am 13.03.2001 über Nacht, sprich durch einen meiner Vorträge, zum Läufer wurde. Und lief. Und lief. Und lief.

 

Erst 6 Stunden, dann 24 Stunden, dann 48 Stunden, dann 90 Stunden non Stop. Inzwischen auch 3mal durch Deutschland. 2008, 2010 und 2017.

Einen Großteil seines Trainings, aber auch schon viele Marathons mit Babyjogger, Inhalt Raphael. Sein Sohnemann.

 

Bewundernswert. Ein echter Läufer. Sehen Sie… davon träume ich immer, wenn ich zu Ihnen sage: „Täglich eine halbe Stunde“. Das kann doch nur der Anfang sein. Viele missverstehen mich da und nehmen das Ganze als Endziel. Immer wieder habe ich Ihnen doch suggeriert, das Abenteuer (Ihre Kindheit) wieder in Ihren erstarrten Alltag zu holen. Weshalb rennen Sie nicht einfach mal 3 Stunden? Am Sonntagvormittag? Weshalb rennen Sie nicht einfach mal los, von mir aus 10 km Runden, 10 Stück? Also 100 km?

Selbstverständlich würden Sie das schaffen. Sie müssten es nur tun. Und Sie würden sich Ihr ganzes Leben an diesen langen Moment erinnern. So wie Matthias Becker sicher hochspannende Geschichten, ungewöhnliche Erlebnisse in seinem Kopf gespeichert hat. Die er dermaleinst seinen Kindern weitergeben wird.

Ach ja: Sein Brief, ein „kleiner Mutmacher“ (er bezieht sich auf die News „Wenn der Kragen platzt“ vom 08.03.2019) ist von Tochter und Sohn unterschrieben. So wunderschön, dass ich´s unten einmal abbilde.


 
 

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