Regeneration

30.09.2014
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Jeder von uns kann einmal, ein glückliches Mal Höchstleistung vollbringen. Am Schreibtisch genauso wie auf der Aschenbahn. Beim Verfassen eines wichtigen – der Termin drängt! -  Berichtes genauso wie bei einem überraschend gelungenen Marathon. 

Dieses Muster finden Sie häufig im täglichen Leben. Da schreibt einer ein Buch, einen Bestseller. Und das war’s dann. Sie hören nie mehr von ihm. Da gewinnt einer einen 10 km Lauf. Neue Traumzeit und das war’s dann. Sie hören nie mehr von ihm. Das Muster ist bekannt. 

Einige wenige aber, die ich „the winner“ nenne, haben außerordentliches vollbracht: Waren Jahr für Jahr für Jahr vorne dran, haben also Höchstleistung über Jahre hinaus zuverlässig abgeliefert. Beispiel? Boris Becker war so einer. Beispiel? Franz Beckenbauer war so einer. Beispiel? Michael Schuhmacher war so einer. Beispiele findet man natürlich auch unter bekannten Managern, Buchautoren, Dirigenten...

Was unterscheidet die einen von den anderen? Man kann sich hineindenken und eine Antwort finden. Hat etwas mit der Geisteshaltung, mit der Zähigkeit zu tun. Die bekommt man anerzogen von der Mama in frühester Jugend. Hat aber auch mit biologischen Voraussetzungen zu tun. 

So habe ich von drei solchen „Winnern“ Blutanalysen gesehen. Alle drei hatten einen Eiweißspiegel von über 8,0 g%. Sie erinnern sich? Normal 6,6 bis 8,7, deutscher Durchschnitt also 7,65. Am Durchschnitt wollen wir uns orientieren, schreibe ich Ihnen täglich. Erreicht aber kaum jemand von Ihnen. Ich  rüge das. 

Eiweiß über 8,0 g% heißt ein unschlagbares Immunsystem. Kannte ich von Jürgen Zäck, dem vielfachen deutschen Meister im Triathlon. Dem Vizeweltmeister auf Hawaii. Dessen Training jahrelang regelmäßig durch Krankheitspausen unterbrochen war... bis er sein Eiweiß entsprechend anhob: Dann, so Zäck im Interview, sei er nie mehr krank geworden. Hat also das ganze Jahr durchtrainieren können. 

Gilt natürlich auch für einen Manager am Schreibtisch. Wer ständig Krankheitspausen braucht, wird selten ganz oben mitspielen. 

Auf diese Gedanken bringt mich das Mail des Tages. Da berichtet ein Extremsportler über eine neue Erfahrung. 

Er sei letztes Wochenende in Berlin 160 km gelaufen. In 21 Stunden. Und hätte das Rennen diesmal ganz auf Eiweiß aufgebaut. Also Eiweißshakes vor dem Rennen und dann alle 4 Stunden. 

Genauer: Eiweißshake plus jeweils 6 g Arginin und Glutamin. 

Jetzt kommt’s: Er hätte sehr viel weniger Schmerzen erlitten, als er das erwartet hatte. Erwartet heißt: Der Mann kennt sich aus. Lange Läufe hat er genug durchlitten. Aber weiter geht’s:

„Das größte ist allerdings die Regeneration!“
Denn er hätte am 3. und 4. Tag nach dieser Tortur bereits „schmerzfrei schon wieder 10 km laufen“ können. Und merkt an: „Es ist unglaublich, wie gut Eiweiß dem Körper tut.“

Ja, mei: die Griechen wussten schon, weshalb sie Eiweiß Protein genannt haben. Kommt von Proteo, das heißt, ich bin der erste. Eiweiß steht nun einmal an erster Stelle, was Leben, Existenz, Körper betrifft. Was Immunsystem, Hormone, den Antrieb betrifft. Alles Eiweiß. 

Vielleicht haben die Massai doch recht, wenn sie zu 99 % von Fleisch und Blut leben.

PS: Muss ich gleich wieder an unsere deutschen Ernährungsexperten denken. Die ganz genau wissen: rotes Fleisch macht Darmkrebs. Blöd aber auch, dass die Massai überhaupt keinen Krebs kennen. 

 
 
 

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