Reine Satire

21.02.2012
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Habe ich soeben einer Dame aus Österreich geantwortet. Die mir eine hochinteressante wissenschaftliche Arbeit mit der Bitte um Kommentar zugeschickt hat.

Sie kennen die Arbeit wahrscheinlich: Da hat man einen giftigen Zucker gefunden. Die 2-Deoxyglukose. Giftig für die Zelle. In der Uni San Diego (publiziert im Cancer Research) hat man die Tatsache ausgenutzt, dass Krebszellen "bei der für ihr Wachstum notwendigen Energiegewinnung fast ausschließlich von Glukose abhängen". Diese neuentdeckte, giftige Glukose aber schadet der gefräßigen Krebszelle:

  • Dieser Zucker kann nicht in Energie umgewandelt werden. Hemmt damit schon einmal das Wachstum der Krebszelle.
  • Und dieser Zucker "hinterlässt in den Krebszellen einen Selbstmordschalter". Die Zelle wird jetzt anfällig für Chemotherapie. Mehr als sonst.

Raffinierte Idee. Bei Mäusen konnte man damit bereits diverse Krebsarten besiegen. Prostatatumore z.B. verschwanden in wenigen Tagen. Auch Brustkrebs, Leberkrebs, Lungenkrebs sowie Leukämie sprach auf diese neue Methode gut an.

Es geht also voran. In der Krebstherapie. Nach jahrzehntelanger Stagnation. Es geht voran: Stichwort Zucker. Stichwort Dr. Coy. Stichwort TKTL1-Enzym. Klingt kompliziert. Tatsächlich ganz banal: Die aggressive Krebszelle ist überlebensentscheidend auf Zucker angewiesen.

Mein Kommentar? Typisch Mensch. Typisch Wissenschaft. Weshalb so kompliziert? Weshalb "giftigen Zucker" suchen? Weshalb nicht einfach den Zucker weglassen? Weshalb nicht die Krebszellen einfach verhungern lassen? Geht's noch?

Für mich ist diese "Neuentdeckung" reine Satire. Läuft eben doch wieder auf Chemotherapie hinaus. Sie wissen ja inzwischen, wie das (amerikanische) Gesundheitssystem mit diesen Firmen zusammenhängt: Über 20% der Gesamtkosten verursacht die Chemotherapie. Ah ja. Da fließt richtig Geld.

 

 

 

 

 

 

 

 
 
 

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