SAD heißt traurig

19.01.2013
Drucken
 

... ist aber auch die Abkürzung für Standard American Diet. Die 2005 im Am J Clin Nutr von Dr. Eaton beschrieben wurde wie folgt:

"Während Milchprodukte, Getreideprodukte, raffinierte Zucker, raffinierte Pflanzenfette und Alkohol zu 72,1% die täglich konsumierten Kalorien der gesamten US-Bevölkerung ausmachen, hatten eben diese Nahrungsmittel nur wenig oder gar keinen Anteil an der Energiezufuhr in einer typisch prä-agrikulturellen menschlichen Ernährung gehabt".

Anders ausgedrückt: SAD ist genetisch nicht korrekt. Kannten unsere Vorfahren einfach nicht. Diese 72% haben Sie schon einmal gehört, nämlich von Prof. Cordain (News vom 09.12.09). Der mich ziemlich aufgewühlt hat mit seiner Berechnung, dass wir zivilisierten Menschen 72% Müll essen würden.

Der gleiche Doktor Eaton bemerkte kürzlich, dass "50% der Ernährung unserer Vorfahren Obst und Gemüse waren; bei modernen Amerikanern sind das nur noch 13%, was zu einem großen Mangel bei der Aufnahme von Antioxidantien führt".

Hochinteressante Zahl: Unsere Vorfahren, praktisch krebsfrei, hatten also (in erster Annäherung) vier Mal mehr Antioxidantien zu sich genommen als wir heute. Und die Krebshäufigkeit bei uns hat ja dramatisch zugenommen und tut dies Jahr für Jahr auch weiter.

Spannend in diesem Zusammenhang die selbstverständlich sofort in allen deutschen Medien gierig aufgegriffene neue Hypothese des Nobelpreisträgers Watson (Sie erinnern sich: Crick/Watson, Entdecker der DNA) der da rein biochemisch vermutet, dass wir unseren Krebs zu viel Antioxidantien in den Krebszellen verdanken. Wir sollten hier bremsen. Heißt praktisch: Bloß kein Obst und Gemüse. Meint der tatsächlich (Die Welt 09.01.2013).

Tja: Theorie und Praxis. Ich hab's lieber mit der Praxis. Ich will ganz praktisch...gesund bleiben. Also bitte: Essen Sie lieber wie Ihre Vorfahren. Die brauchten weniger Chemotherapie.

 

 

 

 

 

 
 
 

News Schlagwörter