Sag NO zum Gedächtnis

30.04.2012
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NO war das Molekül des Jahres. NO war der Nobelpreis 1998. NO war der jahrzehntelang gesuchte Stoff, der unsere Blutgefäße aktiv aufdehnt, weitstellt, Durchblutung überhaupt erst ermöglicht. Im Körper und im Gehirn.

NO stellt Ihr Körper unablässig her aus Arginin. Wenn Sie's denn hätten. Ich darf das so formulieren, weil ich Ihr Arginin ja routinemäßig täglich messen. Und sehr, sehr häufig erschrecke. Denn der Zusammenhang zwischen Durchblutung und Leistungsfähigkeit - im Sport wie im Beruf - ist evident. Dabei passiert in Ihrem Körper ja noch mehr: Das im Körper freigesetzte NO diffundiert im Gehirn auch in Ihre Neurone. Erinnern Sie sich? Neuronale Vernetzung? Der Lernprozess. In den Neuronen bindet sich NO an metallhaltige Proteine und verstärkt damit seine Aktivität um den Faktor 200! Eine ungeheuer wichtige Aussage.

Das löst nämlich eine biochemische Signalkaskade aus, die über längere Zeit (Stunden bis Tage) zu einer erhöhten Transmitterausschüttung in der Nervenzelle führt. Und das wiederum ist der biologische Hintergrund für die sogenannte Langzeitpotenzierung als

Grundlage von Lern- und Gedächtnisvorgängen.

Will sagen: NO, in Ihrer Sprache Arginin, ist von entscheidender Wichtigkeit für Sie. Sie könnten nicht nur Ihre Durchblutung ganz wesentlich steigern, sondern das gleiche auch für Ihr Gedächtnis erreichen.

Mit Arginin. Mit Eiweiß. Ein Stoff, der im Schrifttum der staatlichen Ernährungsbehörde (DGE) ein Stiefmütterchendasein fristet.

Denke ich an Pisa. Klar.

 

 

 

 

 

 
 
 

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