Salz – the never ending story

11.05.2009
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Und schon wieder werden wir geschimpft. Diesmal von Professor J.Hoyer von der Uni Marburg. Auf dem Internistenkongress. Wir Deutschen seien alle so etwas von unvernünftig. Wir würden zu viel Salz essen.

Als ob wir das nicht schon die letzten 50 Jahre bei jedem Kongress, von jedem Hausarzt gehört hätten. Mit erhobenem Zeigefinger. Nennt man Drohmedizin. Hat es irgendetwas gebracht?

Professor Hoyer berichtet sehr korrekt, dass 1 Gramm am Tag reichen würde, wir aber 10 Gramm durchschnittlich essen würden. Ah-ja. Woher weiß der das? Messen Sie täglich Ihren Salzkonsum? Wiegen Sie das ab?

Und auch wenn diese typische, drohmedizinische Verwarnung pädagogisch richtig ist, ist sie naturwissenschaftlich natürlich falsch. Alle schlanken bewegten Menschen, also Sie, liebe Leser, brauchen Salz. Sogar mehr Salz. Ich messe das ja täglich. Die Warnung gilt eben nur für 2/3 der Deutschen. Für die Übergewichtigen. Für die Trägen. Für die Sitzenbleiber. Die dann den hohen Blutdruck entwickeln und nach Schlaganfall im Rollstuhl sitzen. Täglich sind davon 1000 betroffen.

Täglich 1000!

Und noch einmal: Was nützt so eine Warnung? Sie haben vor ganz kurzer Zeit wieder einmal herrliche Frohmedizin erlebt: Da habe ich Ihnen Pansalz vorgestellt. Die geniale Erfindung eines finnischen Professors. Ein gesundes Salz. Das den Blutdruck senkt, weil es Kalium und Magnesium enthält.

Lieber Herr Professor Hoyer: Weshalb stellen Sie sich nicht hin und propagieren laut und deutlich Pansalz. Für die deutsche Bevölkerung. Für jeden von uns. Ich nehm's schließlich auch. Das wäre mal ein positiver Impuls. Die Leute würden aufhorchen und ... Sie hätten Ihr Ziel erreicht.

Frohmedizin!

 
 
 

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