Sarkopenie

15.07.2009
Drucken
 

heißt wörtlich übersetzt Fleischmangel. Und damit sind Sie, lieber Leser, beschrieben. Von Professor Dr. Lee, Molekular-Biologe an der Johns-Hopkins-Universität.

Mit Fleischmangel meint Professor Lee bei Ihnen einen Mangel an Muskulatur. Weil die schrumpfen. Mit jedem Lebensjahr. Professor Lee nennt das eine Epidemie! Alle Ärzte, so sagt er, wollen Alzheimer heilen, wollen Herzinfarkt oder Schlaganfall verhindern. Dabei seien doch die Muskeln der wichtigste „Schutzfaktor gegen das Pflegeheim“.

Im Muskel, nur im Muskel wird BDNF produziert. Der brain-derived neurotrophic factor. Entscheidend für den Aufbau neuer Nervenzellen. Folglich gehen „sowohl Demenz als auch Depression mit einem tiefen BDNF-Spiegel einher“ (Zitat).

BDNF aus dem Muskel steuert den Energieverbrauch des Menschen, schützt vor Stoffwechselentgleisungen wie Diabetes, Fettsucht usw. Zusammengefasst meinen heute Wissenschaftler (!):

                       „Muskeln machen schlank. Muskeln machen gesund.
                        Muskeln machen glücklich. Muskeln machen schlau.“

In Deutschland nur wenigen Spezialisten bekannt. Wir setzen Muskeln mit Bodybuilding und einer ganz bestimmten Geisteshaltung gleich. Immer noch. Dabei gilt längst: Die Mitmenschen in den Fitness-Studios – die haben recht.

Deshalb gehört international zum Ausdauersport, also Joggen, immer auch HIT, High Intensity Training, also Kraftsport.

Muskelaufbau. Habe sich unter deutschen Spitzensportlern eben noch nicht so richtig herumgesprochen. Sagen Experten. Da fällt mir immer die Anzahl der Olympischen Medaillen für Deutsche Leichtathleten ein. In Peking. Genau eine. Eine Bronzemedaille. Eher aus Versehen.

Verstehen Sie, weshalb ich über Fett immer so negativ spreche? Ganz einfach: Je weniger Sie davon haben (5% ?, 4% ?), desto mehr Muskeln könnten Sie sich leisten. Bei gegebenem BMI, also Gewicht.

Schon mal durchgerechnet?

 
 
 

News Schlagwörter