Schlaflosigkeit

25.01.2012
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Eine Titelstory des Spiegel 44/2011. War sicherlich vor zehn Jahren auch schon Titelstory, vor zwanzig Jahren auch, vor 30 Jahren auch, vor 40 Jahren auch ... Also sinnlos. Immer mehr von Ihnen, liebe Leser, lernen, dass die Medien Ihnen nicht helfen wollen. Ihr Leid nicht abstellen wollen. Sondern Storys schreiben wollen. Möglichst bunt, möglichst unübersichtlich, mit möglichst viel modernen Fremdworten.

Zum Problem Schlaflosigkeit bekommen Sie von mir eine knallharte Lösung, und dann zwei Erklärungen, ein bisschen liebevoller.

Die knallharte Lösung: Arbeiten. Körperlich arbeiten. Falls das Wort unbekannt, bitte im Internet nachschauen. Tut mancher Bauer noch heute: 12 bis 14 Stunden bei der Ernte. Tun viele Bauarbeiter noch heute: 8 bis 10 Stunden Steine schleppen.

Danach haben Sie kein Problem mit Schlaflosigkeit mehr. Das beruht auf der Erkenntnis, dass der Mensch aus einem Skelett und vielen Muskeln aufgebaut wurde. Der Muskel ist das größte Organ des Menschen. Wenn Sie ihn benutzen, kennen Sie (auch) dieses Problem Schlafstörung nicht mehr. Wenn Sie ihn nicht benutzen, rächt sich der Körper. Völlig selbstverständlich.

Das war der herbe Zugang zum Thema. Der etwas liebevollere heißt

Einschlafstörung: Beruht auf Ihrem Unvermögen, den inneren Dialog zu stoppen. Sie babbeln unablässig mit sich selbst. Nachts im Bett. Gehen alle die hässlichen Debatten des Tages durch. Lernen Sie doch einfach, den inneren Dialog zu stoppen. Ich hab's in 12 Minuten gelernt. Dann werden Sie's doch auch schaffen (Stichwort Iamon).

 

Durchschlafstörung: Wir kennen ein, nur ein Schlafhormon: Melatonin. Haben Sie viel davon, schlafen Sie durch. Haben Sie wenig davon, wachen Sie häufig auf. So einfach ist das Leben. Also entweder kaufen Sie sich Melatonin (in diesem Fall von mir ausdrücklich befürwortet) und schlucken es, oder Sie essen die Vorstufe: Tryptophan. Rezeptfrei in der Apotheke. Wenn Sie dann noch genügend Zink haben (Haben Sie das wirklich?) dann wandelt der Körper das Tryptophan zu Serotonin und das wiederum zu Melatonin um. So macht es meine außerordentlich geschickte, kleine junge Frau.

Ach übrigens: Man muss gar nicht schlafen. Einbildung Ihrerseits. Bleiben Sie einfach wach, arbeiten Sie weiter. Der Körper ist so sehr viel klüger als Sie. Wenn er dann denn Schlaf braucht, dann holt er ihn sich. Garantiert! Eine völlig andere Einstellung zum Thema.

 

 

 
 
 

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